Nun fix: 1860 München in Regionalliga

„Jetzt herrscht endlich Klarheit. Nachdem die neue Vereinsführung schnell und zuverlässig ihre Hausaufgaben erledigt hat, können die Löwen ihren Neuaufbau in der Regionalliga Bayern beginnen“, sagte am Freitag Jürgen Faltenbacher, Vorsitzender der BFV-Zulassungskommission. Der Deutsche Meister von 1966 eröffnet auch die Saison. Am Donnerstag, 13. Juli, findet die Partie zwischen dem FC Memmingen und den Münchnern statt. „Die bayerische Amateurspitzenliga wird durch den prominenten Neuzugang künftig sicher noch mehr im öffentlichen Fokus stehen. Davon profitieren wiederum alle Clubs“, sagte Verbands-Spielleiter Josef Janker. 

Dieser Meinung ist auch Wolfgang Mahr, der Sportliche Leiter der SpVgg Oberfranken Bayreuth. Er sagt: „Das ist eine schöne Geschichte, auch wenn die Entscheidung des Verbandes letztlich keine große Überraschung mehr war. 1860 München ist eine Aufwertung für die gesamte Liga und auch für jeden einzelnen Verein. Die Löwen werden ein Zuschauermagnet sein.“ 

Mahr blickt der Veröffentlichung des kompletten Regionalliga-Spielplans am 2. Juli gespannt entgegen: „Sicherlich wünschen wir uns ein Heimspiel gegen 1860 so früh wie möglich in der Saison. Aber das tun wohl alle Vereine. Das kann man sich nicht raussuchen.“ 1860 hätte nach dem Abstieg in der Relegation gegen Jahn Regensburg in der 3. Liga antreten sollen. Investor Hasan Ismaik hatte die vom DFB geforderte Millionenzahlung zur finanziellen Rettung allerdings nicht überwiesen, der Neuanfang in der 3. Liga war deshalb nicht möglich. 1860-Geschäftsführer Markus Fauser sagte: „Wir bedanken uns ganz herzlich für die konstruktive Zusammenarbeit mit dem BFV.“ 

Die Löwen werden mit einem Team in die anstehende Regionalliga-Saison gehen, dessen Kern dort schon in der abgelaufenen Spielzeit als U 21 angetreten war und hinter der SpVgg Unterhaching den zweiten Platz belegt hatte. Dazu sollen laut Trainer Daniel Bierofka „drei, vier Säulen“ kommen. Die Zweitvertretung der Münchner wird in der kommenden Spielzeit eine klasse tiefer in der Bayernliga Süd antreten. Die Münchner hatten zuletzt betont, dass sie ihre Heimspiele gerne im altehrwürdigen Stadion an der Grünwalder Stadion austragen würden. Zuletzt war der Auszug des TSV 1860 München aus der Allianz Arena des Stadtrivalen FC Bayern nähergerückt. Am Mittwoch verhandelten die beiden Münchner Fußballclubs erstmals über eine mögliche Auflösung des Mietvertrags der Löwen in der Arena im Norden der Stadt. dpa/dr

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