Norbert Lammert hält Weihnachtsvorlesung an der Uni Bayreuth

„Europa in der Krise – zwischen nationaler Souveränität und politischer Integration“. Die überwiegend studentischen Zuhörer im voll besetzten Saal hingen Lammert gewissermaßen an den Lippen und kamen in den Genuss von Sprachbildern wie diesem: „Manche suchen noch nach dem Rheingold, dabei sind sie schon kurz vor der Götterdämmerung.“ So beschrieb Lammert mit Bayreuth-spezifischem Zungenschlag das Treiben im Europa dieser Tage.

Nicht alles ist schlecht

Doch der Bundestagspräsident war keineswegs als Schwarzmaler nach Bayreuth gekommen. Vielmehr hielt er auf Einladung von Prof. Eckhard Nagel, dem geschäftsführenden Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften, das erwartete flammende Plädoyer für Europa.

Mehrfach hob er die enge Verflechtung Deutschlands mit dem übrigen Europa hervor. Kein anderes Land in Europa sei bis zur Gründung des eigenen Nationalstaats und auch danach von den Entwicklungen der mittelbaren und unmittelbaren Nachbarländer stärker abhängig gewesen als Deutschland. Was sich wechselseitig bedingt. Und mit Blick in die Zukunft führte Lammert aus: „Die jüngere Geschichte unseres Kontinents wird zweifellos zeigen, dass die Entwicklung unserer Nachbarländer von dem, was in Deutschland stattfand, mindestens so sehr geprägt war, wie von ihren eigenen politischen Strukturen und Entwicklungen.“


Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Mittwochsausgabe (19. Dezember) des Kuriers.

Foto: Kolb

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