Nixtatze sucht sein Zuhause

Als Straßenwärter hat Stephan Hofmann schon allerhand Zeug entdeckt, was die Menschen mehr oder minder freiwillig wegwerfen. Da lagen Schuhe am Fahrbahnrand, Haustiere wurden angebunden zurückgelassen oder sogar Kinder am Rastplatz vergessen. Doch wohl kaum ein Fundstück hat den jungen Familienvater so sehr beschäftigt, wie ein Teddybär, den er Ende vergangener Woche gefunden hat.

Wie Nixtatze zu seinem Namen kam

Gemeinsam mit Kollegen war er am Donnerstag auf der A3 bei Nürnberg-Nord mit einem Reinigungstrupp im Einsatz. Mähroboter und Kehrmaschine suchten sich langsam ihren Weg entlang der Mittelleitplanke, als Hofmanns Kollege plötzlich stoppte. Zwischen den Fahrbahnen lag ein kleines Stofftier - leicht verstaubt, mit großen Kulleraugen, aber in einem guten Zustand. Für den jungen Familienvater war direkt klar, dass irgendwo in Deutschland ein Kind nun möglicherweise bittere Tränen vergießt und packte den Teddy ein.

Zuhause gab es erst einmal ein gründliches Bad für den Teddy. Den Namen "Nixtatze" erklärt Hofmann so: "Ich sagte, dass ich 'Tatze' gefunden habe, worauf meine Freundin meinte, dass er definitiv nicht Tatze heißen wird. Und so war 'Nixtatze' geboren."

Ein Teddy mit eigener Facebookseite

Über seine private Facebook-Seite veröffentlichte Hofmann direkt von seinem Arbeitsplatz aus ein erstes Foto des Bären und bat um Mithilfe. Binnen kürzester Zeit wurde das Bild über 16.000 Mal geteilt. "Von dieser Resonanz war ich wirklich überwältigt, damit hatte ich nun wahrlich nicht gerechnet", ist Hofmann noch Tage später überrascht.

Der Bär hat mittlerweile eine eigene Facebookseite. Auf der Seite "Nixtatzes großes Abenteuer" folgen mittlerweile rund 2000 Menschen den Geschichten des Teddys und seiner Suche nach seinem Zuhause.

Der neue Internetliebling

Neben Ausflügen auf der Kehrmaschine und dem Rasenmäher hat er auch schon eine Motorradtour durch Franken mit seinem Ersatzpapa erlebt oder bei der Gartenarbeit geholfen. "Am Wochenende haben wir festgestellt, dass eine Naht sich geöffnet hatte, weshalb wir Nixtatze operieren mussten. Vom Zugang über das Blutdruckgerät bis zum Pflaster", erzählt Hofmann und lacht. Begeistert verfolgt wird das Leben seither von hunderten Internetnutzern - und die Schar wird von Tag zu Tag größer.

"Mein größter Wunsch ist es, dass sich so der Besitzer des Bären wiederfinden lässt", hofft Hofmann. Solange wird der neue Internet-Liebling Nixtatze auch weiterhin täglich aus seinem Leben berichten und seine "Fans" auf dem neusten Stand halten.

(News 5)

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Kommentare

So ein Schwachsinn!!!