Nicht die letzte Veränderung im Medi-Team

Zeitdruck bestand allerdings nur bei der Entscheidung über die Zukunft von Naymick, denn nach Abschluss der Vorrunde sah der Vertrag des nachverpflichteten Centers eine Option zum Ausstieg vor. Das Engagement des Amerikaners in Bayreuth als Stellvertreter für seinen verletzten Landsmann Kendall Gray endet somit nach zehn Einsätzen, in denen er jeweils als Starter bei durchschnittlich gut 21 Minuten Einsatzzeit 5,4 Punkte und 3,9 Rebounds sammelte.

Sieben Ausländer im Kader möglich

Ganz so unmittelbarer Zugzwang besteht auf der zweiten derzeit doppelt besetzten Ausländerstelle im Medi-Team noch nicht. „John Flowers steht auf jeden Fall noch bis zum Spiel gegen Hagen am 23. Januar zur Verfügung“, erklärt Galewski. „Wie es danach weitergeht, ist noch nicht entschieden.“ Flowers nimmt bekanntlich seit der Verletzung von Travis Leslie die kleine Flügelposition (Small Forward) in der Startbesetzung ein und hat sich in den zwölf Spielen seither mit 14,8 Punkten in 30 Einsatzminuten als Topscorer des Teams etabliert.

„Travis Leslie steht vor dem Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining“, berichtet Galewski. „Da geht es vielleicht noch um eine Woche hin oder her.“ Eine Trennung von Flowers sei mit diesem Zeitpunkt aber nicht automatisch verbunden: „Es war nur klar, dass acht Ausländer im Kader zu viel sein würden. Ein Weiterspielen mit sieben erscheint aber nicht abwegig und sogar durchaus möglich.“ Der Geschäftsführer erinnert dabei an die Erfahrungen aus der Vorsaison, als so eine personelle Absicherung im Lager wertvoll gewesen wäre: „Damals hat sich Javon McCrea im ersten Spiel nach dem Ende der Transferzeit Ende Februar verletzt, und wir konnten diese Lücke nicht mehr schließen.“ Geprüft werden müsse aber natürlich, ob man es sich auch wirtschaftlich leisten kann, in jedem Spiel einen überzähligen Ausländer tatenlos auf der Tribüne sitzen zu lassen: „Die Zahlen werden ohnehin gerade auf den neuesten Stand gebracht, weil die Unterlagen zur Lizenzierung für die nächste Saison eingereicht werden müssen.“

Center statt Flügelspieler nötig?

Doch selbst wenn die Entscheidung zugunsten eines siebten Ausländers im Kader ausfallen sollte, muss dieser nicht zwangsläufig John Flowers heißen. „Wir müssen dann die Gesamtkonstellation betrachten“, lässt Galewski durchblicken, dass auch noch eine weitere Neuverpflichtung nicht auszuschließen ist. „Dabei spielt es auch eine Rolle, wann Kendall Gray und Phillipp Heyden wieder richtig fit werden.“ Sollte sich die Genesung bei einem der langzeitverletzten Center weiter verzögern, würde sich der Bedarf schließlich von der Position drei der Flügelspieler wieder mehr zur Position fünf unter dem Korb verlagern. Entsprechend viele Option möchte der Geschäftsführer mit den übrigen Verantwortlichen im Blick behalten: „Wir prüfen, was der Markt hergibt.“

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