Neues Maschinenhaus fürs Wasser

Da stockt den Besuchern erst einmal der Atem, wenn sie das sanierte Maschinenhaus der Wasserversorgung Oberes Fichtelnaabtal (WZV) betreten. Alle sind sich einig: Das müssten alle Verbraucher einmal sehen. Was sie damit meinen, ist der ungeheure technische Aufwand, den der Zweckverband betreibt, um Bürger in den umliegenden Ortschaften mit sauberem, hochwertigem Trinkwasser zu versorgen. „Ein Luxus, den niemand schätzt, weil man draußen nichts davon sieht“, fasst ein Gast zusammen.

Untersuchung ergibt Handlunsbedarf

Den langen Weg der Sanierung der Wasserversorgungsanlage des WZV beschrieb der Vorsitzende, Peter König. 2011 waren sich die führenden Köpfe des Verbandes einig, dass die Anlage modernisiert werden müsse. Sich auf der Technik und den Leistungen aus der Gründungszeit des Jahres 1980 auszuruhen und darauf zu hoffen, dass es lange gut gehen wird, sei nicht die Philosophie eines verantwortungsbewussten Wasserversorgers, erklärte König.

Das Ergebnis der Untersuchungen der bereits 2012 beauftragten Firma Baur-Consult ergab, dass Handlungsbedarf bestand in Teilen der Wassergewinnung, der Wasseraufbereitung, der Steuerungstechnik, Fernwirkeinrichtung, der Elektroanlage und in Teilen der Wasserspeicherung.

Eine spannende Zeit für den Verbandsvorsitzenden

Konkret bedeutete dies: Regenerierung des Tiefbrunnens II, Optimierung der Wasserfördermengen aus allen drei Tiefbrunnen, Umstellung der vorhandenen chemischen Wasseraufbereitung auf physikalische Entsäuerung im Maschinenhaus Mehlmeisel, Visualisierung der Betriebsabläufe, Erneuerung der Steuerungstechnik und der Elektroanlage und Instandhaltungsarbeiten im Maschinenhaus Mehlmeisel.

König sagte, für ihn habe nach seiner Wahl zum Vorsitzenden 2014 eine spannende Zeit begonnen. Dass die Arbeiten den Versorgungsbetrieb nicht gefährdet werden durften, sei eine besondere Herausforderung gewesen. Dafür, dass es gelungen ist, immer einer vorhandenen hygienisch einwandfreien Trinkwasserversorgung gerecht zu werden, dankte König.

Baukosten schmälern die Rücklagen des Verbandes

Die Erneuerung der Anlage kostete insgesamt 1,4 Millionen Euro. Der Haushalt 2018 werde deutlich machen, dass sich der Rücklagenstand des Wasserzweckverbandes stark verringern wird, was dazu führt, dass eine dauerhafte Stabilisierung der Wassergebühr nicht mehr möglich sein wird. Die bereits beauftragte Globalberechnung wird bis zur Jahresfrist die entsprechenden Zahlen liefern. Dennoch sei die nun abgeschlossene Sanierung der Einrichtung ein notwendiges Unterfangen gewesen.

Der Aufwand zur Einhaltung aller Vorschriften finde meist abseits der Augen der Öffentlichkeit statt, in Gebäuden oder Bauwerken dieser Art. Und genau deshalb werde er oft verkannt, sagte König. Die  Feierstunde am Ende der Sanierung soll wieder einmal die Bedeutung von technisch und hygienisch einwandfreiem Trinkwasser in den Vordergrund stellen.

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