Neues Angebot für Jugendliche

Das Freizeitangebot im Dorf ist schon recht groß: Von der Krabbelgruppe, über Jungbläserausbildung und einer großen Fußballsparte im Sportverein ist einiges geboten. Doch etwas fehlte bislang: Ein Treffpunkt für diejenigen, die nicht mehr so klein sind, dass sie nicht alleine sein können, aber auch noch keine 18 Jahre alt sind. Es fehlte eine Jugendgruppe, in der sich Freunde in lockerer Atmosphäre treffen können, um Spaß zu haben.

Fünf Betreuer

Die soll jetzt aufgebaut werden. Einen genauen Plan gibt es für die Gruppe noch nicht. Den wollen die fünf Betreuer selbst mit den Teilnehmern erarbeiten. „Wir fragen erst mal, worauf die Jugendlichen so Lust haben. Und danach richten wir uns“, sagt Sven Hofmann. Der 19-Jährige ist einer der Betreuer. Er hat aber schon einige Ideen: Kochabende, Filme schauen, Ausflüge machen, um nur ein paar zu nennen.

Jugendleiter-Kurs gemacht

Pfarrerin Karin Volke-Klink legt Wert darauf, dass junge Erwachsene die neue Gruppe leiten: „Sie haben einen ganz anderen Bezug zu den jungen Leuten als ich“, sagt die 50-Jährige. Die Betreuerinnen um Hofmann sind zwischen 16 und 18 Jahren alt und haben fast alle schon einen Jugendleiter-Kurs gemacht. „Sie sind alle erprobt und man kann ihnen die Gruppe anvertrauen“, so die Pfarrerin, die beratend zur Seite stehen will. Zusammen mit Annalena Lothes, Sophia und Lea Büttel sowie Elisa Anding hat Hofmann schon ein paar Termine festgelegt, an denen die neue Gruppe sich trifft.

Start ist am 1. September.

Start ist am Freitag, 1. September. Danach soll es zweimal pro Monat weitergehen. Er geht davon aus, dass rund 15 Jugendliche zum ersten Treffen erscheinen. „Du bist optimistisch, ich bin realistisch“, sagt die Pfarrerin. Wegen der Ferienzeit geht sie davon aus, dass um die acht zur Gruppe kommen. Angst, dass die Resonanz ausbleibt, haben beide nicht, auch wenn beispielsweise in Vereinen der Nachwuchs fehlt. „Wir fordern keine Leistung von den Jugendlichen. Und bei uns geht es nicht darum, immer da zu sein. Wenn jemand mal keine Zeit hat, dann ist das halt so“, sagt Volke-Klink. In der neuen Gruppe soll es vor allem darum gehen, dass die Jugendlichen sich treffen können. Ein Zwang sei nicht dahinter. Deshalb sei es auch nicht wichtig, ob ein Teilnehmer evangelisch ist oder katholisch oder überhaupt einer Religion angehört.

Freizeit miteinander verbringen

„Wir wollen Wert auf ein schönes Miteinander legen“, ergänzt Sven Hofmann. Der Vorteil der jungen Leute aus der Bronner Kirchengemeinde, zu der auch der evangelische Teil Pottensteins gehört, sei, dass sie sich weitgehend seit der Krabbelgruppe kennen. „Die Kinder wachsen gemeinsam im Dorf auf, gehen in den Kindergarten, fahren zusammen mit dem Bus nach Pegnitz zur Schule. Da liegt es nahe, dass sie befreundet sind und auch ihre Freizeit miteinander verbringen möchten“, so die Pfarrerin. Weil der Konfirmandenjahrgang dieses Jahr mit 17 jungen Christen besonders groß war, sah sie die Chance, die Jugendgruppe ins Leben zu rufen.

Neue Tische, Stühle und Sitzsäcke

Viele von ihnen hätten schon zugesagt, zur Gruppe zu kommen, weiß Hofmann. Für die Treffen erhalten die Teilnehmer sogar einen Raum und neue Möbel. Für das Zimmer, in dem auch der Kindergottesdienst stattfindet, sollen neue Tische, Stühle und Sitzsäcke angeschafft werden. Das Geld dazu stammt aus einer Spende und aus dem Kirchgeld. Außerdem will die Pfarrerin einen Antrag auf Unterstützung beim Dekanat stellen. Insgesamt rechnet sie mit Ausgaben in Höhe von rund 5000 Euro; etwa 3500 Euro hat sie schon. Auf den neuen Möbeln können es sich Jugendliche aus Bronn und Umgebung schon bald gemütlich machen. „Denn“, so Sven Hofmann, „bei uns ist es einfach schön.“

INFO: Die ersten Termine: 1. und 22. September, 6. und 20. Oktober, 3. und 17. November sowie 15. Dezember (freitags), jeweils um 19 Uhr im Bronner Gemeindehaus neben der Kirche.

Nicht bewertet

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