Neuer Anlauf für Jugendtreff Busbängla

Seit etwa zwei Jahren gibt es den offenen Jugendtreff in einem Privathaus an der Schulstraße. Gemütlich ist der große Aufenthaltsraum eingerichtet. Kicker und eine Sofalandschaft, Küche und Toiletten stehen bereit. Zweimal in der Woche, mittwochs und freitags sollte geöffnet sein. In der Realität war in den letzten Wochen fast immer geschlossen, sagt Jens Kronefeld, Gemeinderat und  Jugendbeauftragter.

Aufsicht wird gebraucht

Das Problem: eine Aufsichtsperson, die über 18 Jahre alt ist, muss anwesend sein. Und die bisherige Vorstandschaft, die das im Wechsel übernahm, konnte das nicht immer mit ihren Arbeitszeiten koordinieren. Außerdem hatte sich herausgestellt, dass viele Kinder nur dann kamen, wenn ein Programm geboten wurde. „Wenn wir nur zu dritt oder viert sind, können wir uns auch zu Hause treffen,“ sagt einer der Jugendlichen. Der bisherige und auch wiedergewählte Vorsitzende Eric Ross betont aber auch, dass es nicht einzusehen sei, für zwei bis drei Kinder aufzusperren. „Da hab‘ ich zu viel anderes zu tun.“ Sie sei schon einige Male vor verschlossenen Türen gestanden, beklagt sich ein Mädchen. Freundinnen seien dabei gewesen, und jetzt wolle keiner mehr in den Jugendtreff kommen.

„Bei Veranstaltungen, wie dem Osterfeuer, Tischtennisturnier oder Kickerwettbewerb sind es oft 20 bis 25 Kinder gewesen,“ hält Kronefeld dagegen, der aber auch Verständnis für beide Seiten zeigt. Für die einen, die Verantwortung tragen, dass alles gut läuft, und für die anderen, die etwas geboten bekommen möchten. 

Mehr Helfer

Die neugewählte Vorstandschaft wird daher auch erweitert. Eric Ross bekommt mit  Anka Hader und Jakob Weiß Unterstützung, dazu gibt es sieben Beisitzer. Somit gebe es vier Volljährige im Team, die sich jeweils abwechseln können beim Aufsperren. An die Kinder appellierte Kirschner, Ideen zu entwickeln. „Jeder von euch  kann etwas besonderes. Gebt euch selbst eine Chance.“  Freuen würde sie sich auch, wenn sich Synergien mit dem Kinderhort des Kindergartens Sausewind entwickeln ließen, sagt Kirschner. „Der platzt aus allen Nähten.“ Erzieherin Steffi Seifert, die mit in den Beirat gewählt wurde, steht dem offen gegenüber. „Je öfter der Raum genutzt wird, umso besser,“ sagt Kirschner.

Für zwei Jahre gewählt

Als nächstes will der Verein seine Gemeinnützigkeit beantragen, erklärt Kassier Stephan Weih. Nur so könne man auch Spendenbescheinigungen ausstellen. Geändert wird die Satzung dahingehend, dass der Vorstand für zwei  Jahre gewählt wird. Verlängert wird der Mietvertrag für ein Jahr. Danach werde man sehen, wie es läuft.

Nicht bewertet

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