Neue Technik für die Naturbühne

In ihre nächste Spielsaison will die Naturbühne Trebgast mit einer komplett neuen Licht- und Tontechnik starten. Im Kreiswirtschaftsausschuss wurde das Projekt vorgestellt, vor dem Hintergrund, dass in der Finanzierung der Umrüstung noch eine Lücke klafft.

Die Ausschussmitglieder ließen sich nicht lange bitten und bewilligten dem Bühnenverein einstimmig einen Zuschuss bis zu 15 000 Euro für die anstehenden Investitionen. Zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ plant die Naturbühne für den Sommer eine Weltpremiere. „Eigens für uns wurde das Stück ,Luther – Rebell seiner Zeit‘ geschrieben“, erläuterte Bühnenchef Siegfried Küspert. Die Inszenierung sei so aufwendig, dass die gesamte Licht- und Tontechnik auf ein digitales System umgestellt werden müsse. Rund 150 000 Euro seien für diesen Zweck veranschlagt. Der Naturbühne sei es bereits gelungen, die Investitionen ins „Leader“-Förderprogramm aufnehmen zu lassen und damit Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent der Kosten zu erhalten. Auch die Oberfrankenstiftung soll wieder mit im Boot sein, und natürlich steuere der Verein aus den eigenen Einnahmen seinen Anteil bei. „Mit einer kleinen Amateurbühne hat unsere Arbeit nichts mehr zu tun bei jährlichen Umsätzen von bis zu 400 000 Euro“, betonte Küspert.

Obwohl sich der Landkreis bei dem Antrag der Naturbühne Trebgast großzügig zeigt, speckt er bei der Kulturförderung insgesamt kräftig ab. Der Etat für Investitionszuschüsse soll jetzt auf 47 000 Euro, rund ein Sechstel des Betrages vom Vorjahr, schrumpfen. Die bisherigen hohen Zuschüsse an die Stadt Kulmbach für das Kulturzentrum Alte Spinnerei (200 000 Euro) sind ausgelaufen, und auch das DDM in Neuenmarkt kommt mit einer niedrigeren Summe für Investitionen aus (minus 30 000 Euro).

Beibehalten wird der Landkreis allerdings seine laufende Förderung des Kulturbetriebes. Beispielsweise erhält die Stadt Kulmbach nach dem Willen des Wirtschaftsausschusses wieder Zuschüsse für die Musikschule und die Bücherei, deren Angebote auch stark von den Bürgern der Gemeinden genutzt werden.

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