Neue Tagespflege entsteht

Entstehen soll sie beim Diakonie-Haus in der Bahnhofstraße, direkt neben dem Rathaus. Die Nachfrage nach Plätzen in Pegnitz sei sehr groß, so der Dekan weiter, deshalb müsse man die Einrichtung dort unbedingt entlasten. Im Juli 2015 hat die Tagespflege in Pegnitz eröffnet. Sie wird von 15 Personen besucht, auch sieben aus Creußen sind dabei.

Förderzusage von der Regierung

Der Anstoß für einen Neubau in Creußen, kam von den Mitarbeitern der dortigen Diakoniestation, sagt Manuela Bierbaum, Geschäftsführerin des Diakonievereins. Mittlerweile sind alle Anträge für den Neubau gemacht und es gibt eine Förderzusage von der Regierung von Oberfranken in Höhe von gut 60.000 Euro. Einen weiteren Zuschuss über 160.000 Euro gibt es vom Deutschen Hilfswerk.

Der Anbau an die Diakoniestation soll zwischen dem bestehenden Gebäude und der Zufahrt entstehen und 34,5 Quadratmeter groß werden. „Das gesamte Erdgeschoss wird dann zur Tagespflege“, so Bierbaum. Es sind dort ein Ruheraum, ein Kochbereich, ein Pflegebad und Toiletten vorgesehen. Insgesamt stehen dann mit dem Anbau 140 Quadratmeter zur Verfügung. „Es gibt klare Vorgaben, dass Diakoniestation und Tagespflege getrennt sein müssen“, sagt Schoenauer. „Die Diakoniestation zieht dann ins Obergeschoss“, erläutert Bierbaum. Dort wird der große Saal durch eine Wand geteilt. Der eine Bereich wird Aufenthaltsraum mit Umkleidemöglichkeiten für die Mitarbeiter der Tagespflege. Der andere Bereich wird zum Aufenthaltsraum für die Diakonieschwestern.

500.000 Euro Gesamtkosten

In der Tagespflege gibt es eine Bereichsleitung und eine Pflegedienstleitung sowie drei Pflegearbeitsplätze. „Ob das drei Vollzeit- oder sechs Teilzeitarbeitsplätze werden, muss noch entschieden werden“, sagt der Dekan.

Die Gesamtkosten für die neue Tagespflege belaufen sich auf rund 500.000 Euro, inklusive Kosten für den Bau, die Ausstattung und ein Fahrzeug für den Fahrdienst. „Allein das Auto kommt auf 60.000 Euro“, sagt Schoenauer, denn es muss ja mit einer Hebebühne für Rollstuhlfahrer ausgestattet sein. Finanziert wird das gesamte Projekt durch ein Darlehen und Eigenmittel des Vereins. „Wir sind hier auch auf Spenden abgewiesen“, sagt die Geschäftsführerin.

Halbes Jahr Bauzeit

Im Januar nächsten Jahres sollen die Ausschreibungen beginnen, der Baubeginn ist für März 2018 geplant.Die Bauzeit selber schätzt Bierbaum auf ein halbes Jahr. Man hofft, im September nächsten Jahres die Tagespflege eröffnen zu können.

Eine weitere Möglichkeit zu erweitern, gibt es dann nicht mehr, sagt Schoenauer auf Nachfrage. Bei Bedarf müsse dann nach einem anderen Standort beziehungsweise anderen Träger gesucht werden. Außerdem sei der Brandschutz nicht zu gewährleisten, wenn Tagespflegegäste ins obere Stockwerk ziehen, so Bierbaum. Das Haus sei für mobile Menschen ausgerichtet. „Und es ist wichtig, dass wir die familiäre Situation in der Tagespflege erhalten“, sagt sie.

Ins Leben eingebunden

Das Angebot der Tagespflege umfasst die Betreuung von Montag bis Freitag von 8 bis 16.30 Uhr mit Mahlzeiten, Aktivierung, Gottesdiensten und gemeinsamer Beschäftigung. Das Catering muss noch entschieden werden. „Die Gäste sollen ins Leben eingebunden werden, Kontakt zu anderen haben“, sagt Bierbaum. Deshalb sei der Standort an dieser Stelle auch ideal. Mit dazu bei trägt auch der Außenbereich, wo es eine Sitzecke geben wird. Insgesamt soll die Tagespflege aber eine Entlastung für die Angehörigen sein. „Tagespflege ist kein Ghetto, sondern man ist mittendrin, soll am Leben teilhaben“, formuliert es Schoenauer. „Und die Creußener können in Creußen bleiben.“

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