Neue Attraktion: Ein Park für Humboldt

Die Bedeutung Alexander von Humboldts für die Stadt Goldkronach und Oberfranken herauszustellen – dieser Aufgabe hat sich das Alexander-von-Humboldt-Kulturforum Schloss Goldkronach vorgenommen. Neben dem Goldbergbaumuseum und Infozentrum mit Besucherbergwerken soll künftig der Schlosspark ein weiteres Element werden, um das Alleinstellungsmerkmal der Alexander-von-Humboldt-Stadt mit Attraktionen vor Ort zu verknüpfen.

Geschaffen werden soll in einem abgeschlossenen, umzäunten Areal ein Museumspark, der in der Vegetationszeit der Pflanzen geöffnet hat. Auf bebilderten Tafeln werden Leben und Wirken Humboldts in Franken, Deutschland und der Welt dargestellt. Gleichzeitig werden durch von Humboldt beschriebene Pflanzen und Gesteine soweit klimatisch möglich entlang befestigter Wege präsentiert.

Kernstücks des Parks soll ein Rundweg werden, der durch verschiedene Landschaftstypen führt. Im Barockgarten, der in seinen Grundzügen erhalten bleibt, werden ein Gewächshaus und Beete mit von Humboldt beschriebenen Zierpflanzen stehen.

Lavarutsche und ein Vulkankrater

In den weiteren Parkbereich kommen Erlebniselemente, wie ein Geräusche- und ein Hindernispfad, eine Lavarutsche oder ein angedeuteter Vulkankrater. Geschaffen werden sollen hierbei nicht nur Aktionszonen für Kinder, sondern auch Ruhezonen für ältere Besucher.

Das Nebengrundstück wird das von Humboldt bereiste Südamerika repräsentieren und einen dicht bewachsenen, sogenannten Dschungelbereich, ein Grasland mit Sitzmöglichkeiten und einen auch tatsächlich erhabenen Schotterbereich, der Informationen über die Forschungsarbeit im Hochgebirge liefert, beinhalten.

Der Zugang zum Park wird kostenpflichtig. Es ist aber mehr an einem symbolhaften Eintrittspreis gedacht. Bereits im Vorfeld gab es seitens des Alexander von Humboldt-Kulturforums Überlegungen, den Barockgarten des Schlosses aufzuwerten und einen Museumspark zu errichten.

Nachdem aufgrund der Bachelorarbeit die Grundidee deutlich wurde, begann sofort die Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten. Inzwischen ist auch klar, dass über die Städtebauforderung eine Finanzierung möglich ist. Voraussetzung war nur, dass das Projekt in das entstehende ISEK-Konzept der Stadt aufgenommen wird. Bürgermeister Holger Bär steht dem Projekt von Anfang positiv gegenüber. Auch der Stadtrat war von der Idee angetan, da der Museumspark eine weitere Attraktion für die Stadt wäre.

Namhafte Wissenschaftler begleiten das Projekt

Im Herbst sollen die Förderanträge gestellt werden, damit 2018 mit dem Bau begonnen werden kann. Zur Unterstützung des Humboldt-Museumspark konnte das Alexander-von-Humboldt-Kulturforum Schloss Goldkronach eine Reihe von namhaften Wissenschaftlern und Experten gewinnen, die das Projekt fachlich und wissenschaftlich betreuen.

Dem wissenschaftlichen Beirat gehören von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften die Humboldt-Experten Tobias Kraft, Ulrich Päßler und Ingo Schwarz an. Weiterhin der Leiter des Instituts für Fränkische Landesgeschichte Martin Ott, die Direktorin des Botanischen Museums Berlin-Dahlem, Patricia Rahemipour, Gregor Aas vom Ökologisch-Botanischen Garten der Universität Bayreuth, Andreas Peterek vom Geopark Bayern-Böhmen und vom Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung (ILAUP) der TU Berlin Cordula Loidl-Reisch zusammen mit den beiden Studentinnen Jihye Joo und Cornelia Geske.

1 (1 vote)

Anzeige

Kommentare

Vulkangrater?
Frag' mich allen Ernstes, wo Kiepfer sich 'rumtreibt.
Eigentlich sein Job...
Montag, 13. November 2017 - 11:06