Neudrossenfelder 1:2 gegen Sonnefeld

Die Glücksgöttin Fortuna, die die Neudrossenfelder vor Wochenfrist bei ihrem 5:4-Sieg in Memmelsdorf an ihrer Seite hatten, stand diesmal nicht Pate: Zwei Standardsituationen und eine Menge vergebener Chancen in der Schlussphase waren ausschlaggebend für die bittere Heimniederlage zum Jahresausklang.

Erst vollendete Rödel (36.), dann traf Civelek (65.) nach Eckstößen per Kopf für die Gäste. Die Einheimischen rannten dem Rückstand anschließend vergebens hinterher trotz fünf hochkarätiger Chancen gegen Ende der auf gutem Niveau stehenden Landesliga-Begegnung.

Die beste hatte Julian Pötzinger. Dessen Schuss lenkte der reaktionsschnelle und fehlerlose Schlussmann Jauch an den Pfosten, den zurückspringenden Ball jagte Greef aus zwei Metern in die Wolken. Danach zwang Engelhardt den Keeper erneut zu einer Glanztat, ehe Kolb eine Pötzinger-Flanke (86.) nur um Zentimeter mit dem Kopf verpasste. Zudem verschoss Pötzinger in der Anfangsphase einen Foulelfmeter, den zweiten brachte Greef (20.) gerade noch zur Führung über die Linie.

Die bis dahin dominierende Mannschaft von Trainer Werner Thomas ließ sich nach ihrem Führungstreffer zurückfallen, tat nicht mehr viel. Die Sonnefelder, im Angriff mit starken Individualisten besetzt, nahmen das Heft nun in die Hand. Torhüter Tobias Grüner musste sein ganzes Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern. Gegen die zwei Kopfballtore war er aber machtlos.

Trainer Thomas: „Waren nicht bei der Sache“

Neudrossenfelds Trainer Werner Thomas gab sich nach der Partie als fairer Verlierer: „Der Gast hat den Sieg verdient, weil wir das Spiel nach der Führung aus der Hand gegeben und erst spät wieder Druck ausgeübt haben. Heute waren meine Leute nicht hundertprozentig bei der Sache.“ Der Übungsleiter der Grün-Weißen attestierte seinem Team aber eine ordentliche Saisonleistung, er sieht seine junge Mannschaft auf einem guten Weg. „Wir werden uns auch im neuen Jahr motiviert präsentieren“, ergänzte er. Bastian Renk, der Spielertrainer des TSV Sonnefeld, war einfach nur glücklich. „Meine Elf hat über den Kampf ins Spiel gefunden und hat große Laufwege zurückgelegt. Wir hatten zum Schluss auch das nötige Quäntchen Glück.“

Auffälligster Akteur beim TSV Neudrossenfeld war der ständig anspielbare Julian Pötzinger, Sonnefeld hatte seine Trümpfe in den Brüdern Tayfun und Emre Özdemir. Schlussmann Patrick Jauch war zweifelsohne der Garant für den Sonnefelder Sieg. Schiedsrichter Gscheidle leitete souverän und mit viel Fingerspitzengefühl.

TSV Neudrossenfeld: Grüner – Gareis, Pauli (70. Kolb), Hahn, Taubenreuther, Engelhardt, Pötzinger, Bargenda, Günther (70. Hamacher), Hilla (76. Möckel), Greef.

TSV Sonnefeld: Jauch – Kunick, Simitci, Zapf, Civelek (80. Steiner), Scheler (90. Graf), Rödel, Renk, E. Özdemir, Thyroff (83. Friedlein), T. Özdemir.

SR: Gscheidl (Würzburg);

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Greef (20. – Foulelfmeter), 1:1 Rödel (36.), 1:2 Civelek (65.).

Nicht bewertet

Anzeige