Neu im Kino: "Valerian"

Johannes Kothe, im Auftrag der Kurier-Redaktion

Die Stadt der Tausend Planeten ist eine Raumstation, die ursprünglich im Jahr 2020 von den Menschen erbaut wurde. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Außerirdische auf die Station und erweiterten sie, bis sie zu einem multikulturellem Schmelztiegel wurde. Alle Lebewesen wohnen in direkter Nachbarschaft beieinander und teilen sich untereinander ihr Wissen und ihre Kultur. Doch diese Stadt wird von einer unbekannten Spezies bedroht.

Agenten Valerian und Laureline, gerade von einem Einsatz zurückgekehrt, gehen unfreiwillig der Sache auf den Grund.

"Valerian" ist kein Hollywood-Blockbuster, sondern ein französischer Film. Und was französische Filmemacher schon immer sehr gut konnten: gute Geschichten erzählen. Die Geschichte erzählt sich wie ein modernes Märchen im Weltraum. Keine überstrapazierte 3-Akt-Struktur, bei der man schon im ersten Viertel des Filmes weiß, dass der Held den Bösewicht kaltmachen wird.

Hier gibt es zwar coole Spezialagenten, aber keine Helden, geschweige denn den einen Bösewicht. Was die einzelnen Charaktere vorhaben und was genau passiert ist, erfährt man im Laufe der Handlung.

Das ist ein Film, bei dem man sich endlich wieder überraschen lassen muss. Hinzu kommt der Look, für den die zwei größten Special-Effects-Firmen engagiert wurden: Industrial Light & Magic von Star Wars und Weta, die Leben in Mittelerde (Herr der Ringe) eingehaucht haben.

Die Tausend Planeten und ihre dazugehörigen Lebewesen wurden nahezu lebensreal umgesetzt. Leuchtende Schmetterlinge, knuffige Aliens, schlecht gelaunte Riesen und Rihanna als Gestaltwandlerin - ein derartig detailreiches Universum mit gefühlt tausend verschiedenen Welten, die außerdem noch geschickt in die Handlung eingebaut wurden, gibt es sonst nicht zu sehen.

Hier haben Regisseur Luc Besson und die Special-Effects-Firmen mit ihrer Umsetzung einen wahren Meilenstein erschaffen, der sogar den Film „Avatar - Aufbruch nach Pandora“ in den Schatten stellt. Major Valerian (Dane DeHaan) ist ein Agent und streckenweise ein Angeber. Das wiederum mag seine Partnerin Seargent Laureline (Cara Delivingne) überhaupt nicht. Der Charme im Film liegt in dem Verhalten zwischen den beiden Hauptakteuren, die zwar unterschiedlich sind, sich aber hervorragend Ergänzen. Sowohl die Schauspieler als auch die Charaktere im Film.

Valerian ist der Sommerhit des Jahres. Wortgewaltige Bilder, Action und Aliens. Das verkürzt die Wartezeit auf den nächsten Star Wars-Film. Wobei "Valerian - Die Stadt der Tausend Planeten" womöglich sogar besser könnte. Die detailreichen bunten Alienwelten sind es in jedem Fall.

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Katharina Rosnitschek (32)

Ein wirklich fabelhafter Film. Als ich den Trailer das erste Mal gesehen habe, war ich schon fasziniert. Luc Besson gelingt eine wahre Reise zwischen Zeit und Raum. Man bekommt unfassbare Welten und außerirdische Wesen zu sehen, man könnte sich den Urlaub glatt sparen.

Das ungleiche Filmduo Valerian und Laureline bringen den Film charmant nach vorne. Auch die übrigen Schauspieler tragen viel zur Stimmung bei. Die Story zu dem Film ist zu Beginn etwas verworren und man weiß nicht ganz so recht wo der Film hin möchte.

Doch nach der Hälfte des Films werden alle Fragen gelöst und es kommt eine sehr gute Story dabei raus die auch etwas zum Nachdenken rührt!

Die Spannung, die der Film dabei erzeugt, reißt nicht ab. Man wird des Öfteren überrascht.

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Stefan Rosnitschek (35)

"Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten" wollte ich unbedingt im Kino sehen und hatte auch hohe Erwartungen an diesem Film. Der Film wurde von Luc Besson ("Das 5. Element", "Leon – Der Profi") gedreht und ist eine Comicverfilmung. Der erste Comic von Valerian und Veronique (OT: Valérian et Laureline) wurde am 9. November 1967 von den Autoren Pierre Christin und Jean-Claude Mézières veröffentlicht. 50 Jahre nach der Erstveröffentlichung des Comics kommt nun die Neuverfilmung in die Kinos. 

Der Film ist ab zwölf Jahren freigegeben und hat eine Laufzeit von 138 Minuten, die in keiner Minute langweilig erscheinen. Zur Story möchte ich mir nur ganz kurz äußern denn ich möchte niemanden spoilern: Valérian und Laureline leben im 28. Jahrhundert und sind Spezialagenten der Regierung der menschlichen Territorien um Gesetz und Ordnung im gesamten Universum aufrecht zu erhalten. (Wirklich nur sehr kurz erklärt) 

Ich gehe lieber auf das Gesamtbild des Films ein. Die Welt die Luc Besson hier erschaffen hat wirkt sehr realistisch und fantastisch zu gleich. (macht "Avatar" fast Konkurrenz)  Die  Animationen von Kreaturen, Raumschiffen, Planeten und  Aliens sind schön gestaltet worden. Die beiden Schauspieler Dane DeHaan & Cara Delevingne leisten für ihr jugendliches Alter sehr gute Arbeit. (Meine Persönliche Meinung: evtl. zu jung für so eine große Aufgabe das Universum zu beschützen) 

Trotz allem nimmt man ihnen aber diese ernste Rolle ab. Vor allem Cara Delevingne spielt die Rolle sehr ernst und stark in dem Film und sieht dazu noch wirklich heiß aus. Auch bekannte Nebendarsteller wie Clive Owen (Children of Men) und Ethan Hawke (The Purge) fügen sich sehr gut in den Film ein. Der Film zieht einen sofort am Anfang schon in seinem Bann, mit schönen Sandstränden und kuriosen Kreaturen. Das 3D ist sehr gut gelungen und hat eine sehr gute Tiefenwirkung. Wer ein extremes Aktion-Spektakel a la "Transformers" usw. erwartet wird hier enttäuscht sein. Der Film ist auch reich an Action, hat jedoch auch seine ernsteren Phasen. Hier steht wirklich mehr die Story im Vordergrund. Der Film ist schon an sich imposant anzusehen. 

Natürlich darf auch der Humor in diesem Film nicht zu kurz kommen. Auch da hat Valerian für mich persönlich alles richtig gemacht. Es ist nicht übertrieben oder gezwungen lustig wie manch anderer Film. Wie auch beim "5. Element" gibt es hier eine Tanzszene die wirklich sehr gut und schön anzuschauen ist!  Der Score des  Filmes ist eher ruhig gehalten aber untermalt den Film noch mit einer weiteren besonderen  Nuance. 

Mein Fazit zu diesem Film: Wer "Das 5. Element" mochte, wird auch diesen Film sehr gut finden. Ich freue mich schon auf den Heimkino-Release oder werde sogar noch mal ins Kino gehen. Wieder ein Luc-Besson-Film, der für mich alles richtig gemacht hat. Geht ins Kino - es lohnt sich!

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