Neu bei Medi Bayreuth: Trey Lewis

Korner hatte noch einen Combo-Guard, also einen Akteur für die Positionen des Spielmachers und des Shooting Guard, gesucht und dabei „Trey bereits vor der Summer League als meinen Wunschkandidaten auf dem Schirm“, wie der Ex-Braunschweiger erzählte. „Nun konnte ich mich vor Ort in langen intensiven Gesprächen mit ihm davon überzeugen, dass er auch charakterlich voll und ganz zu uns passt.“ Nach Assem Marei, Nate Linhart und Kyan Anderson ist der Neuzugang der vierte Kontingentspieler der Bayreuther.

Für Cleveland in der Summer League

Trey Lewis ist 1,88 Meter groß und 84 Kilogramm schwer. Er spielte sein letztes Collegejahr für die renommierte Universität von Louisville. Nach der Saison bekam er dann auf großer Bühne die Möglichkeit, sein Talent zu zeigen. Die Cleveland Cavaliers, der aktuelle NBA-Champion, beriefen den 23-Jährigen in ihr Team für die Summer League in Las Vegas. Zum Glück für Medi Bayreuth bekam Lewis dort jedoch nur wenig Einsatzzeit. In fünf Spielen stand er im Schnitt exakt fünf Minuten pro Partie auf dem Platz. In dieser Zeit konnte er 1,4 Punkte für sich verbuchen.

Raoul Korner aber hatte genug gesehen. „Er ist ein sehr talentierter, kreativer Combo-Guard, der sowohl als Scorer als auch als Spielmacher in Erscheinung treten kann“, lautet sein Urteil. „Trey verfügt über ein breit gefächertes Offensiv-Repertoire und gilt zu Recht auch als exzellenter Verteidiger. Er hat in Louisville zudem bewiesen, dass er auch ein starkes Kollektiv anführen kann. Ich denke, dass er wie die Faust aufs Auge in unser Konzept passt und uns eine neue Dimension geben wird.“

Entscheidung für Louisville

Nach dem Abschluss im Fach Kommunikationsmanagement an der Universität von Cleveland State stand für Trey Lewis der College-Wechsel an. Viele Türen standen ihm offen: Connecticut, Ohio State, Texas oder auch Xavier – die Liste renommierter Unis war lang. Trey entschied sich für die University of Louisville (UoL) und deren Cardinals.

Unter den Fittichen von Coach Rick Pitino wollte er es endlich schaffen, einmal ins NCAA-Turnier einzuziehen und um die nationale Meisterschaft mitzuspielen. Mit 18 Siegen aus 22 Partien trumpften die Cardinals mit Lewis und Damion Lee als zuverlässigsten Punktesammlern auf. Als noch ein Erfolg gegen das bis dahin ungeschlagene Team der Universität von North Carolina gelang, schien der Einzug ins angepeilte NCAA-Turnier so gut wie sicher.

Sperre zerstört großen Traum

Mitnichten! Unipräsident James Ramsey sperrte die eigene Mannschaft für ein Jahr, Anlass war ein angeblich unkorrektes Vorgehen beim Rekrutieren von Spielern im Zeitraum zwischen 2010 und 2014. Für Trey Lewis war der große Traum geplatzt. „Wir haben das nicht verdient“, sagte er zu der Maßnahme, deren Ursache vor seiner Zeit an der UoL lag.

Die Basketballkarriere von Lewis hatte an der High School in seinem Heimatort Garfield Heights im US-Bundesstaat Ohio begonnen. Durchschnittlich 23,0 Punkte, 5,1 Assists und 4,8 Rebounds pro Partie erzielte er für die Bulldogs und führte diese mit dem Rekord von 24 Siegen bei nur zwei Niederlagen bis ins Halbfinale der State-Meisterschaft.

Zwei Jahre in Cleveland

Seine Collegezeit begann der Amerikaner an der Uni von Penn State, ehe er ab 2013 für Cleveland State auf Korbjagd ging. Zwei Jahre spielte er dort. Mit 16,3 Punkten im Schnitt war er bester Scorer des Teams; insgesamt 155 Dreier brachten ihm Platz acht in der ewigen Bestenliste der Cleveland State University ein.

red

 

 

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