Nervige Pop-Ups auf dem Handy

Wie das Onlinemagazin heise.de berichtet, sind von den Werbeeinblendungen auf dem Smartphone viele - auch große - Internetportale und Verkaufsplattformen betroffen. Die Werbung geht plötzlich auf und es heißt beispielsweise: "Glückwunsch, Sie haben ein Iphone7 gewonnen."

Die "Zurück"-Funktion oft nutzlos

Die oft einzige Lösung den mit der Werbung blockierten Handybrowser wieder ans Laufen zu bekommen, ist es, das Fenster zu schließen und die temporären Daten zu löschen. Das rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die "Zurück"-Funktion nützt in der Regel nichts, da die Pop-Up-Werbung ein neues Fenster öffnet und dann alles andere blockiert.

Auf "OK" zu tippen - möglicherweise gar in der Hoffnung, einen der ausgelobten Preise gewonnen zu haben - ist wenig empfehlenswert. Denn wer die Versanddaten für den vermeintlichen Gewinn eingibt, tut laut heise.de erst einmal nichts anderes, als eine Einwilligung zu geben, von zahlreichen weiteren Unternehmen mit Werbung bombardiert zu werden.

Keine Pop-Ups mit Schadwirkung - bisher

Die Pop-Ups kommen aus dem Nichts. Und wie heise.de berichtet, haben sie mit der Art und Weise zu tun, wie Werbeplätze im Netz vermarktet werden.

Mit dem Ziel, möglichst zielgruppengerechte Werbung auszuspielen, geben die Seitenbetreiber die Hoheit über die Werbung auf der eigenen Internetseite ab. Die Pop-Up-Werbung wird in die großen Werbenetzwerke eingeschleust, und es gibt derzeit offenbar kaum Möglichkeiten, diese Werbeform abzuschalten.

Schadsoftware durch Pop-Ups theoretisch möglich

Der Einsatz von Ad-Blockern ist laut Verbraucherzentrale NRW eine Möglichkeit, sich die Werbung vom Hals zu halten. Doch manche Portalbetreiber sperren Internetnutzer mit Werbeblockern aus.

Beruhigend für Smartphone-Nutzer: Heise.de schreibt, dass bisher keine Fälle registriert seien, bei denen von den Pop-Ups eine Schadwirkung ausging. "Sie nerven - mehr passiert allerdings nicht", schreibt das Onlineportal. Doch es sei technisch möglich, dass die Macher der Pop-Up-Werbung auch Schadsoftware auf die Handys schmuggeln. mki

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Montag, 13. November 2017 - 11:06