Nemmersdorfer wollen vorne bleiben

Schon am Ende der vergangenen Spielzeit waren beide Teams punktgleich, damals allerdings nur auf den Plätzen acht und neun. Die Nemmersdorfer, denen nach mehreren vergeblichen Anläufen letztes Jahr als Kreisklassen-Meister endlich der Aufstieg gelungen war, schlossen ihre allererste Kreisliga-Saison somit im gesicherten Mittelfeld ab.

Danach übernahm Stefan Sommerer, pikanterweise in der vorigen Serie noch beim Stadtrivalen SpVgg Goldkronach als Übungsleiter tätig, den Trainerposten. Der 52-Jährige, der den zum Ligakonkurrenten SC Hummeltal abgewanderten Jörg Dumbach ablöste, startete gleich mit einem 3:1-Heimsieg gegen den Titel-Mitfavoriten TSV Stadtsteinach. Und auch die anderen Gegner, der Vorjahresvierte TSV Bindlach (2:0), Ex-Bezirksligist FC Creußen (3:1) und der starke Aufsteiger FC Kupferberg (1:0), waren nicht gerade Fallobst. „Wir haben unser System umgestellt, und es läuft erstaunlich gut“, ist auch Sommerer vom starken Auftakt überrascht.

"Von Spiel zu Spiel denken"

Hat sich der ASV jetzt selber zum Favoriten aufgeschwungen? „Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen und uns auf das konzentrieren, was wir können: Hinten kompakt stehen und dann sehen, was nach vorne geht. Allerdings haben wir im Moment ein Problem mit Urlaubern und Verletzten“, erklärt der Coach. So habe seine Mannschaft am vergangenen Wochenende in Kupferberg in der Schlussphase schon etwas Glück gehabt. Den einzigen Treffer erzielte Jonas Sommerer bereits in der achten Minute.

Auch der andere Sohn des Trainers, Bastian, konnte sich schon in die Torschützenliste eintragen. „Ich versuche, sie zu behandeln wie alle anderen auch. Vielleicht bin ich bei ihnen etwas kritischer. Es läuft aber perfekt“, erzählt der Vater. Für das Kerwaspiel gegen Mistelgau lautet nun das Motto „nicht verlieren. Mit einem Unentschieden wäre uns schon geholfen, und wir wären weiter Erster“.

"Spielen um Punkte, nicht um Tore"

Der Mistelgauer Coach Claudio Eismann gibt an, immer auf drei Zähler aus zu sein, obwohl die Liga „verdammt eng“ sei und jeder jeden schlagen könne. Bisher hat der SV wie Nemmersdorf alle Spiele gewonnen, bis auf das 4:1 beim noch punktlosen Schlusslicht SG Gesees/Mistelbach II allerdings jeweils nur mit einem Treffer Unterschied. „Das reicht ja. Wir spielen schließlich um Punkte, nicht um Tore“, entgegnet der 45-Jährige.

Zudem sei der letztjährige Vizemeister TSV St. Johannis (2:1) ein sehr starker Gegner gewesen, auch wenn der Topfavorit erst einen Zähler auf dem Konto hat und Vorletzter ist. „Sie werden noch kommen“, ist sich Eismann sicher. Doch auch Aufsteiger SV Bavaria Waischenfeld (10.) und der TSV Engelmannsreuth (13.), gegen die es 1:0-Siege gab, befinden sich aktuell in den hinteren Regionen.

Trotzdem scheinen die Mistelgauer auf dem besten Weg zu sein, ihr Saisonziel zu erreichen. Nachdem es in der vergangenen Spielzeit zum ersten Mal seit dem Bezirksliga-Abstieg 2012 nicht zu einer Verbesserung der Platzierung gereicht hatte, wollen sie wieder weiter nach oben.

„Es war schon letztes Jahr ziemlich eng zusammen. Wir sind jetzt recht gut aus den Startlöchern gekommen, haben eine breite Brust und wollen den Rückenwind so lange wie möglich nutzen“, sagt Eismann. Personell will er sich vor dem Gipfeltreffen nicht in die Karten schauen lassen und verrät nur so viel: „Wir werden nicht in Bestbesetzung antreten.“

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06