Nein zu Glyphosat im Landkreis

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen wollte wissen, ob Unkrautvernichtungsmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat auf Flächen im Landkreis Kulmbach verwendet werden. Zum Beispiel auf Sport- und Spielflächen und auf Verkehrswegen. Oder auf anderen öffentlich genutzten kommunalen Flächen.

Beides verneinte das Landratsamt in einem Antwortschreiben an Kreisrat Claus Gumprecht. Denn Pflanzenschutzmittel dürften nur auf land- und forstwirtschaflich und gärtnerisch genutztem Gelände eingesetzt werden. Nicht aber auf gepflasterten und sonstigen befestigten Wegen und Plätzen, heißt es in dem Brief.

Flammen gegen Unkraut

Die Unkrautbekämpfung beschränke sich bisher in der Regel auf das zulässige Abflammverfahren. Zudem gebe es Überlegungen, "zeitnah ein geeignetes Gerät für das ebenfalls zulässige Heißwasserverfahren" anzuschaffen. Auf allen Liegenschaften des Landkreises werde so verfahren.

Das Landratsamt informierte zudem, dass es sich an der Broschüre "Freiflächenpflege im kommunalen Bereich, Unkrautmengen auf Wegen und Plätzen" der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft orientiere.

Was geschieht in den Kommunen?

Wie die Städte, Märkte und Gemeinden im Einzeln das handhabten, darüber könne das Landratsamt keine Aussagen treffen. Ob es also Kulmbacher Kommunen gibt, die wie Hollfeld im Landkreis Bayreuth künftig auf Glyphosat verzichten wollen, ist nicht bekannt.

Gumprecht ist mit der Antwort zufrieden: "Der Landkreis verhält sich vorbildlich." Allerdings besitze der Landkreis keine nennenswerten land- und forstwirtschaftlichen Flächen mehr. Von der Stadt Kulmbach habe er bislang keine Reaktion erhalten. Was die Stadt gegen Unkraut einsetzt, ist noch offen.

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