Mmhh, erst Fisch, dann Erdbeeren

Braucht es das? „Ja“, sagt die stellvertretende Schulleiterin der Berufsschule, Renate Grellner, und erklärt wie es überhaupt dazu gekommen ist. „Als ich bei der Dehoga in Nürnberg gewesen bin, hatte ich erfahren, dass in Oberbayern bereits ähnliche Projekte gewesen waren. Da dachte ich mir, dass es ganz sinnvoll wäre, auch bei uns so was durchzuführen“, sagt sie. Und das bedeutet konkret, dass man eine Einladung an die Realschule schickte, wo sich Schüler, die Interesse daran hatten, sich freiwillig melden konnten.

Schulen arbeiten zusammen

An vier Projekttagen arbeiteten die Schüler beider Schulen zusammen. Bereits am 21. Juni besuchten sie die Lehranstalt für Fischerei in Aufseß. Grellner weiter: „Meine Schüler hatten dort selber geschlachtet und die Fische ausgenommen. Das fanden sie sehr interessant. Die 14 Schüler der Realschule hatten das aber nicht gemacht. Sie kommen aus der achten Klasse und sind dafür einfach noch zu jung.“

Diese Woche kamen die Realschüler schließlich in die Berufsschule und erledigten die Vorbereitungsarbeiten im Restaurant und in der Küche – ein Drei-Gänge Menü mit regionalen und saisonalen Produkten. Das Thema der Vorspeise und der Hauptspeise drehte sich um – wie sollte es anders sein wenn man vorher die Lehranstalt für Fischerei besuchte – Fisch. Die Nachspeise ging um Erdbeeren – Erdbeereneis und Erdbeerkuchen zum Beispiel. Die Schüler durften gestern ihrer Köstlichkeiten servieren und jeder konnte dazu zwei Personen einladen.

Werbung für das Hotelgewerbe

Der Grund, warum dies überhaupt gemacht wird von Grellner auch erklärt. Es soll eine Werbung für das Hotel- und Gaststättengewerbe sein. Schüler, die damit überhaupt nichts am Hut haben, sollen für diverse Berufe in diesem Metier begeistert werden. „Das Problem ist tatsächlich, dass es sehr schwer ist, junge Menschen für solche Berufe zu begeistern. Es fehlt einfach der Nachwuchs. Ich werde immer wieder von Hotels oder Gaststätten angerufen, ob ich jemanden zum Arbeiten wüsste. Ich muss das zu oft verneinen. Der Bedarf wäre zu Genüge da.“

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