Mehr Hilfe für Förderschüler

Schon seit Jahren stellen die Förderschulen in Pegnitz und Weidenberg Anträge. Wegen des schlechteren Betreuungsschlüssels hätten die Mittelschulen Vorrang genossen, aber mittlerweile könne man die Augen auch vor den Problem der Förderschulen nicht mehr verschließen, sagt Regierungsrätin Anelia Sheljaskow. Der Einsatz von Jugendsozialarbeitern an Mittelschulen sei eine Erfolgsgeschichte, von der schließlich jeder profitieren solle.

Kinder, die dem Jugendamt bekannt sind

Landrat Hermann Hübner (CSU) sagt: Die beiden Schulen seien aufgrund ihrer Größe von je rund 100 Schülern mit einer Vielzahl von Kindern befasst, die dem Jugendamt bereits bekannt seien. Das Jugendamt geht außerdem davon aus, dass ein nicht geringer Teil der Schüler nicht wegen intellektueller Minderbegabung eine Förderschule besucht, sondern aufgrund von Entwicklungsverzögerungen, die im Elternhaus begründet liegen. In diesem Fall wäre der Landkreis sowieso in der Pflicht zu helfen. Dazu gebe es Probleme wie Mobbing oder das Ritzen von kleinen Wunden in den Unterarm schließlich auch an Förderschulen.

Wer soll das bezahlen?

Hübner sagt: Kritiker, die in der Jugendsozialarbeit an Schulen nicht den Landkreis sondern den Freistaat in der Pflicht sehen, werde es immer geben. Jetzt gelte es aber, den Betroffenen zu helfen. Zumindest in Form von zwei Halbtagesstellen für Jugendsozialarbeiter an den Förderschulen in Weidenberg und Pegnitz.

Immerhin 30.000 Euro pro Jahr würde das den Landkreis kosten. Weitere 16.000 Euro kämen vom Staat, rund 5000 Euro müssten die jeweiligen Gemeinden beisteuern.

Einigkeit im Ausschuss

Der Jugendhilfeausschuss hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, das Geld zu investieren. In vier Wochen muss der Kreistag eine Entscheidung treffen. Der Landkreis Bayreuth ist der einzige Kreis in Oberfranken, an dem es noch keine Sozialarbeiter an Förderschulen gibt. Landrat Hübner sagt: "Es handelt sich um einen zwischenzeitlich allgemein üblichen Standard."

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