Mehr Attraktionen für das Museum

Die Einheimischen will man mit Sonderausstellungen gewinnen, in denen es um Goldkronacher und die Frage geht, wo sie etwas Besonderes machen. „Wir haben vor, dass wir jährlich zwei Sonderausstellungen anbieten“, erklärt Nitzsche. Die erste Vernissage zum Thema „Bücher aus Goldkronach“ findet am Samstag, 20. Mai, um 19 Uhr statt. Auch weitere Themen sind festgelegt. Im Herbst wird sich eine Sonderausstellung um Münzen aus Goldkronach drehen und im Frühjahr 2018 wird ein „Kaiserlicher Soldat aus Goldkronach in China“ im Mittelpunkt stehen.

Weitere Überlegungen des Vorstandsduos betreffen den Museumsgarten, der eine deutliche Aufwertung erfahren soll. Dort finden künftig in einem Pavillon, der noch errichtet wird, auch Events statt. Dass der Museumsbrauverein auf dem Gelände sein Zuhause findet, ist seit der kürzlich erfolgten Vereinsgründung ebenfalls bekannt.

Anbindung zum Schlosspark

Im Museumsgarten gibt es aktuell einen geologischen Ringweg. „Das ist uns zu wenig“, so Nietzsche. Zunächst einmal soll es nicht bloß um Gold gehen, vielmehr soll auch der Abbau anderer Rohstoffe wie Silber oder Eisen dargestellt werden. Und mit Gerätschaften und figürlich dargestellt soll auch die Handwerkstradition Goldkronachs aufgegriffen werden. Außerdem soll die Goldwaschanlage überdacht werden. Vor allem aber soll künftig auch der Schlosspark angebunden werden. Schloss, Schlosspark und Museum mit Museumsgarten sollen als ein Ensemble wahrgenommen werden.

Zumal auch im Schlosspark ein Projekt gestartet wird, wo in Ergänzung und Erweiterung des bestehenden Angebots das Alexander-von-Humboldt-Kulturforum einen Humboldt-Museumspark errichten möchte. In diesem Museumspark soll ein Teil der von Alexander von Humboldt gefundenen und beschriebenen Pflanzen und Gesteine in Zusammenarbeit mit dem Ökologisch-Botanischen Garten der Universität Bayreuth dauerhaft ausgestellt und einer breiten Öffentlichkeit in anschaulicher Form präsentiert werden.

Episoden aus der Stadtgeschichte

Der dritte Ansatzpunkt für das Goldbergbaumuseum sieht vor, im Museum mehr Technik einzusetzen. So soll ein interaktives Stadtmodell entstehen. Mit Projektionen werden Episoden aus der Geschichte Goldkronachs dargestellt. Damit soll unter anderem aufgezeigt werden, wie Goldkronach, das aus kleinen Höfen entstand, mit dem aufkommenden Goldbergbau stark wuchs.

„Wir haben im Schnitt 600 Besucher“, so die beiden. Eine Zahl, die gesteigert werden soll. Denn an ehrenamtlichen Hilfskräften mangelt es nicht, für die Betreuung des Museums steht ein Stab von 40 Ehrenamtlichen zur Verfügung.

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