Mehr Asylbewerber für den Landkreis

Das Ausländeramt im Landratsamt Bayreuth hat von der Regierung von Oberfranken die Mitteilung bekommen, dass für die nächsten zwei Monate jede Woche zehn Menschen im Landkreis untergebracht werden müssen. Hintergrund ist nicht, dass die Flüchtlingszahlen wieder deutlich steigen würden; vielmehr hat Bayern zuletzt seine Quote beim bundesweiten Verteilungsschlüssel von Flüchtlingen und Migranten auf die einzelnen Bundesländer nicht erfüllt.

Zuletzt hatte der Landkreis Bayreuth überhaupt keine Zuweisungen mehr erhalten. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise waren es rund 25 pro Woche, so Ingrid Gleißner-Klein, Geschäftsbereichsleiterin Sicherheit und Ordnung und Leiterin des Ausländeramtes im Landratsamt Bayreuth. Auch innerhalb Bayerns und des Bezirks sind die Unterbringungsvorgaben unterschiedlich erfüllt. Es gibt Landkreise in Oberfranken, die von den neuerlichen Zuweisungen ausgenommen sind, so Gleißner-Klein. Insgesamt geht es bezirksweit um rund 600 Menschen.

Aktuell leben gut 400 Menschen in den Flüchtlingsunterkünften im Landkreis Bayreuth. Die Zahl wird nur monatlich erfasst, kann sich aber täglich ändern. Die Neu- oder Wiedereröffnung einer weiteren Unterkunft im Landkreis ist nicht geplant. Denn am Fichtelsee sind aktuell rund 60 Plätze frei.

Außerdem liegt nach Einschätzung von Gleißner-Klein die „Fehlbelegungsquote“ in den Unterkünften im Landkreis bei rund einem Drittel. Das heißt, rund ein Drittel der Menschen, die in den Heimen leben, müssten diese eigentlich schon verlassen haben, weil sie ihre Duldung oder Anerkennung mit Aufenthaltsrecht bekommen haben. Und eine eigene Wohnung beziehen müssten.

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Kommentare

Als aller Erstes! Ich habe nichts gegen die Menschen die Hilfe suchen und brauchen!

Und jetzt an die Adresse LRA. Da weiß auch das Landratsamt Bayreuth das Fichtelberg zum Landkreis Bayreuth gehört. Ist doch mal ein Fortschritt. Sonst reicht der Landkreis meistens nur bis Bischofsgrün.
...... oder in d`Stoining
Stimmt, damals wollten sie die NPD nicht haben... jetzt sollen sie wenigstens Toleranz gegenüber Schutzsuchenden zeigen!