Medi verliert zum Playoff-Auftakt

Beide Teams lieferten sich eine hochklassige, temporeiche und nervenaufreibende Schlacht, die erst in den Schlusssekunden entschieden wurde, als zunächst Vaughn Duggins seine Baskets 29 Sekunden vor Spielende mit 84:82 in Front brachte, danach aber Bayreuths Guard Kyan Anderson die Chance zur Führung von jenseits der Dreierlinie liegen ließ.

Dabei hatte die Partie in der mit 3300 Zuschauern aus allen Nähten platzenden Oberfrankenhalle durchaus vielversprechend begonnen. Nach nervösem Beginn beider Teams gingen die Bayreuther nach knapp sechs Minuten Spielzeit durch einen Korbleger von De’Mon Brooks mit 11:9 das erste Mal in Front, übernahmen fortan die Kontrolle und bauten die Führung kontinuierlich aus. Vor allem Center Assem Marei lieferte eine Partie der Extraklasse ab und stellte sein Oldenburger Pendant, den Ex-Bayreuther Brian Qvale, klar in den Schatten. 90 Sekunden vor der Halbzeitpause führten die Gastgeber 48:32, kassierten dann aber noch acht Punkte durch Treffer von Frantz Massenat (5) und  Maxime de Zeeuw (3).

Partie kippt nach der Pause

So blieb das Team von Trainer Mladen Drijencic beim 48:40-Pausenstand zu Gunsten von Medi in Schlagdistanz und kämpfte sich nach dem Wechsel in die Partie zurück, vor allem über den in der ersten Hälfte blass geblieben Rickey Paulding und den groß aufspielenden Vaughn Duggins. „Wir haben dann ihr Pick-and-Roll schlecht verteidigt, außerdem haben die Oldenburger die Würfe getroffen, die sie in der ersten Halbzeit noch vergeben hatten“, beschrieb Bayreuths Routinier Steve Wachalski die Gründe für das Kippen der Partie.

2:13 Minuten vor Ende des dritten Viertels gingen die Gäste mit 61:60 erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung, nachdem Rickey Paulding einen Korbleger getroffen hatte. Spätestens jetzt war die Partie eine Nervenschlacht, die die Bayreuther mit großer Leidenschaft bis zum Ende offen hielten. Herausragender Medi-Akteur war zweifelsohne Assem Marei, der 20 Punkte beisteuerte und dazu noch 12 Rebounds abgriff. Trey Lewis kam auf 17 Punkte, Robin Amaize auf 13. Bester Oldenburger Scorer war Maxime de Zeeuw mit 19 Punkten, Vaughn Duggins kam auf 18 Punkte.

Am Dienstag (18.30 Uhr) ist Medi Bayreuth zu Gast in Oldenburg und wird dort versuchen, die Playoff-Serie auszugleichen. „Wir fahren mit genug Selbstvertrauen dahin, denn wir haben gesehen, dass Oldenburg durchaus schlagbar ist“, sagte Steve Wachalski.   

Nicht bewertet

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