Medi-Test: Standesgemäß nach Anlaufzeit

Bis der Niveauunterschied von zwei Klassen deutlich wurde, benötigten die Gastgeber allerdings eine gewisse Anlaufzeit. Erst beim 11:10 nach vier Minuten gingen sie erstmals in Führung, und mit einem Abstand von mehr als einem Punkt lagen sie erst beim 19:16 erstmals vorn (7.). Bis zum Ende des ersten Viertels (25:22) markierte das 23:19 den höchsten Vorsprung. Weder spielerisch noch defensiv konnte man bis dahin von einer Bayreuther Dominanz sprechen. Der Zwischenstand hätte sogar noch knapper ausfallen können, wenn die Coburger nicht fünf Freiwürfe vergeben hätten. Die Bayreuther Vorteile waren in erster Linie der Spielfreude und Treffsicherheit von De'Mon Brooks zu verdanken, der nach zehn MInuten schon elf Punkte gesammelt hatte.

Nach nur zweieinhalb Minuten des zweiten Abschnitts führte das Medi-Team dann aber schon mit 38:24. Entscheidenden Anteil daran hatte eine ganz starke Phase von Nate Linhart, der acht Punkte in nur etwas mehr als einer Minute sammelte (darunter zwei Dreier). Ansonsten wurde der Spielverlauf hauptsächlich von der Aufmerksamkeit und Intensität in der Bayreuther Verteidigung geprägt. Das ebenso galt für den erneuten Anschluss der sehr respektabel kämpfenden und auch spielenden Coburger bis auf 40:35 (17.), wie auch für den folgenden nächsten Medi-Zwischenspurt zum 51:38 (20.).

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich der Spielverlauf gradliniger. Beim 68:48 (26.) war erstmals eine Differenz von 20 Punkten erreicht, beim 91:60 (23.) erstmals eine von mehr als 30. Die Bayreuther Führung markierte schließlich der 103:62-Zwischenstand in der 37. Minute.

Zu einem Urteil über das Leistungsvermögen des Medi-Teams taugte der erste Test aber naturgemäß nicht. Ohne den angeschlagen pausierenden Steve Wachalski (neben den verhinderten Nationalspielern Bastian Doreth und John Cox) entsprach wahrscheinlich nicht einmal die Besetzung auf dem Feld den Bedingungen im "Ernstfall". Nach der Einwechslung von Jevon Perschnick beim Stand von 15:16 (6.) war nämlich immer einer der Nachwuchsspieler im Einsatz (säter Marius Adler und Nico Wenzl) oder der junge österreichische Trainingsgast Oscar Schmit. Perschnick war der Auffälligste in diesem Kreis, nicht nur wegen seines Dreiers zum 64:48 (24.).

Spektakuläre Phase von Neuzugang York

Noch stärker im Blickpunkt standen aber die amerikanischen Neuzugänge im Medi-Team. Drei Viertel lang hatten sie nur vereinzelt herausragende Akzente gesetzt, aber dann gab Gabe York relativ locker eine spektakuläre Einlage mit 13 Punkten in den ersten fünf Minuten des Schlussabschnitts vom 82:58-Zwischenstand nach 30 Minuten zum 101:62 (35.) - drei Dreier, zwei selbst kreierte Treffer aus der Mitteldistanz und dazu noch ein Alleyoop-Anspiel für Brooks, der insgesamt der auffälligste Bayreuther blieb (12/18 Würfe, davon 5/6 Dreier, sieben Rebounds, vier Ballgewinne, drei Assists). James Robinson wirkte im Vergleich dazu noch etwas bemüht (4/12 Würfe, fünf Assists).

Ex-Bayreuther als Coburger Topscorer

Beim BBC Coburg setzte der Ex-Bayreuther Kevin Eichelsdörfer die meisten Akzente: Der langjährige Leistungsträger der zweiten BBC-Mannschaft hatte starke Szenen sowohl als Distanzwerfer (2/3 Dreier), als auch mit schnellem Zug zum Korb (3/3) und avancierte mit 14 Punkten zum Topscorer des Drittliga-Neulings.

Medi Bayreuth: Robinson (13 Punkte), Wenzl (0), Linhart (14), Seiferth (14), Schmit (0), Perschnick (3), Brooks (31), York (13), Adler (0), Marei (10); Dreier: Brooks (5), York (3), Linhart (2), Perschnick, Robinson (je 1).

5 (2 Stimmen)

Anzeige