Medi-Team gegen Bamberg ohne Chance

Erwartungsgemäß spielen die Bayreuther somit am Sonntag um den dritten Platz. Dabei treffen sie um 14.30 Uhr auf den italienischen Erstligisten Dolomiti Energia Trentino, der das Eröffnungsspiel gegen die Riesen Ludwigsburg nach lange Zeit ausgeglichenem Verlauf mit 83:91 (43:47) verloren hatte. Das Endspiel zwischen Bamberg und Ludwigsburg folgt um 17 Uhr.

Nur sechs Punkte im zweiten Viertel

2:0, 4:2 und 6:4 führte das Medi-Team, doch damit war es nach knapp drei Minuten vorbei. Eine 0:12-Serie zum 6:16 nach fünf Minuten deutete dann schon die Kräfteverhältnisse an. Acht Punkte von Assem Marei in den letzten drei Minuten des ersten Viertels hielten die Gastgeber zwar über 15:16 (8.) noch bis zum 20:25 in der ersten Pause im Spiel, aber schon nach dem 0:9-Start in den zweiten Abschnitt zum 20:34 (14.) konnte es kaum noch Zweifel am Bamberger Sieg geben. Gut fünf Minuten lang mussten die Bayreuther auf ihren ersten Punkt im zweiten Viertel warten, und dann gelangen ihnen auch insgesamt nur sehr magere sechs.

Schon im dritten Viertel mit über 30 Punkten zurück

In der zweiten Hälfte verfestigte sich der Eindruck, dass der Deutsche Meister (ohne Nationalspieler, dafür mit überzähligen Ausländern) den Spielverlauf mit der Intensität seiner Defensivarbeit ziemlich beliebig bestimmen konnte. Nach neun Minuten des dritten Viertels hatten die Bayreuther wieder nur sechs Punkte erzielt und lagen schon mit mehr als 30 Punkten zurück (32:63). Der höchste Abstand war schließlich beim 38:71 (33.) erreicht.

Assem Marei ragt mit 14 Punkten und 18 Rebounds heraus

Deutlich auffälligster Akteur im Medi-Team war Assem Marei. Der kampfstarke ägyptische Center war nicht nur der einzige Bayreuther mit zweistelliger Punktausbeute (14), sondern sammelte auch noch überragende 18 Rebounds und die meisten Assists (fünf). Bei etwas glücklicherer Chancenverwertung (5/13 aus dem Feld) hätte er sich sogar noch deutlicher abheben können.

Bei Bamberg imponierte wieder einmal vor allem die ausgeglichene Besetzung. Schon bei Halbzeit standen zehn Namen in der Korbschützenliste, wobei außer Fabien Causeur (neun) niemand mehr als sechs Zähler vorzuweisen hatte. Am Ende stand der junge slowenische Spielmacher Aleksej Nikolic (15) an der Spitze vor Causeur sowie Nicolo Melli und Darius Miller (alle elf). Dahinter folgte schon der aus Bayreuth stammende Leon Kratzer mit acht Punkten.

Nicht bewertet

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