Medi-Spielersuche im Spielerparadies

Zusammen mit Medi-Geschäftsführer Philipp Galewski reiste Korner nach Las Vegas. Bei der NBA Summer League, wo sich aktuell die ganze Basketballwelt trifft, will er die letzten Puzzleteile für seine neue Mannschaft finden. Im Kader sieht er vor allem noch drei größere Lücken. Korner ist auf der Suche nach einem erfahrenen Point Guard, der das Team auf dem Feld anführt. Zudem hat er einen Shooting Guard, der auch auf der Spielmacherposition aushelfen können muss, auf dem Wunschzettel. Es sollte ein kreativer und athletischer Scorer sein. Letzte offene Position ist ein Power Forward. Korners Idealvorstellung an diesen Spieler: gute Athletik, starkes Rebound-Spiel und Treffsicherheit von außen. „Die letzten beiden Positionen könnten durchaus auch mit Rookies besetzt werden, da wir hier bereits Erfahrung im Team haben“, wird der neue Bayreuther Trainer in einer Vereinsmitteilung zitiert.

Damit wird auch der Abschied von Kenneth Horton immer wahrscheinlicher. Korner rechnet aktuell nicht mit einer Rückkehr des Amerikaners: „Wir haben ihm ein Angebot gemacht, das Horton allerdings abgelehnt hat. Ich bin also auf der Suche nach einer Alternative.“

Schlüsselposition ist für den Bayreuther Coach der Point Guard. Unter Druck setzten will er sich bei der Verpflichtung eines Nachfolgers für den zu Ligakonkurrent Baskets Würzburg gewechselten Jake Odum nicht lassen. Eine schnelle Entscheidung wird es wohl nicht geben. „Ich bin jemand, der sehr genaue Vorstellungen von seinem Spielmacher hat und da auch sehr kritisch ist“, sagt Korner. „Ich habe eine Liste mit Kandidaten, die meine sportlichen Kriterien erfüllen, aber im Moment für uns noch nicht erschwinglich sind.“ Da erfahrungsgemäß die Preise ab Mitte Juli drastisch fallen, gerät Korner nicht in Panik: „Ich habe bis jetzt noch jeden Sommer jemanden gefunden, und werde das auch diesen wieder hinbekommen.“ Es sei immer wichtig den Überblick zu behalten. Der Österreicher habe eine stattliche Liste potenzieller Kandidaten, pro Position habe er sich mittlerweile etwa 100 Spieler angesehen, etwa fünf bis sieben kommen dann jeweils in den engeren Kandidatenkreis.

Einige dieser potenziellen Neuzugänge wird er sich nun in Las Vegas bei der Summer League live anschauen. Zudem will er Gespräche mit diesen Spielern führen, um sich ein besseres Bild von ihrem Charakter und ihrer Einstellung machen zu können. Zudem wird er zusammen mit Galewski einige Free-Agent-Camps besuchen. Dort bieten Agenturen ihre Spieler an, bei Bedarf sind auch kurze Trainingseinheiten möglich. Und dann ist da ja noch das Networking. „Persönliche Kontakte mit Agenten sind sehr wichtig, denn sie haben meistens einen sehr großen Einfluss auf ihre Spieler. Zudem ist es immer gut, in jedem Land zumindest einen Coach oder Sportdirektor näher zu kennen, den man bei Bedarf nach Insiderinfos zu einem bestimmten Spieler fragen kann.”

Der bisherige Medi-Kader: Steve Wachalski, Bastian Doreth, Andreas Seiferth, Moritz Trieb (Neuzugang von Giants Nördlingen), Robin Amaize (Basketball Löwen Braunschweig), Assem Marei (BC Siauliai, New York Knicks), Nate Linhart (CAI Zaragoza).

Nicht bewertet

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