Medi mit Respekt vor Bremerhaven

Besonders wichtig ist es für die Playoff-Ambitionen der Bayreuther. Denn für Raoul Korners Team geht es darum, seinen vierten Platz gegen die ihm im Nacken sitzenden Berliner abzusichern und sich gleichzeitig eines durchaus noch ernst zunehmenden Playoff-Kandidaten zu entledigen. Auf Platz 13 liegend sind die Eisbären nämlich nur auf den ersten Blick weit ab vom Schuss, was Platz acht anbelangt. Die auf dem letzten Playoff-Platz vor Anker liegenden Gießener haben bereits zwei Spiele mehr ausgetragen als die Bremerhavener, die mit einer Serie durchaus noch einmal in Schlagdistanz kommen könnten.

Das Hinspiel als Warnung

Dass die Eisbären alles andere als Laufkundschaft sind, mussten die Bayreuther im Dezember erfahren. Das Hinspiel in Bremerhaven stand bis ins letzte Viertel hinein auf des Messers Schneide, das Team von Trainer Sebastian Machowski führte 7:43 Minuten vor Schluss mit 55:54, ehe sich Medi mit einem fulminanten Schlussspurt noch auf 80:69 absetzen konnte. Dass sich sein Team so schwer getan habe, „sollte Warnung genug sein“, sagt Raoul Korner, dem vor allem die hohe Geschwindigkeit im Spiel der Seestädter und die Riege an guten Distanzschützen Respekt einflößt. „Wenn sie mit Harper Kamp auf der Fünf spielen, haben sie praktisch fünf Spieler, die von außen werfen können und das auch tun.“

Die Lehren, die der Bayreuther Trainer daraus ziehen will: „Wichtig wird sein, von Beginn an da zu sein, defensiv stabil zu sein, physisch dagegen zu halten, den Rebound zu kontrollieren und den Werfern auf den Zehen zu stehen.“

Medi setzt auf Flexibilität

Die Eisbären eher unter dem Korb zu attackieren, den Ball über die beweglichen Andreas Seiferth und Assem Marei – beide mit Vorteilen gegen den Koloss Waverly Austin – ans Brett zu bringen, sei ein probates, aber nicht das Allheilmittel.„Wir müssen sehen, wie Bremerhaven das Spiel anlegt. Wenn sie uns außen wegnehmen, werden wir nach innen gehen, wenn sie uns innen wegnehmen, werden wir über außen gehen. Das ist eine der großen Stärken, die wir haben, dass wir da relativ flexibel sind in unserer offensiven Ausrichtung.“

Als gutes Omen dient auch die Silent-Night-Atmosphäre. Bei der Erstauflage im Dezember 2015 gelang ein überzeugender 82:69-Sieg gegen Frankfurt, obgleich die ungewohnte Stille die Medi-Akteure nicht gerade beflügelte: Bis Kenneth Horton damals der zehnte Punkt gelang, vergingen quälend lange 8:26 Minuten.

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