Medi-Gala: 96:48-Sieg gegen Braunschweig

Der Ex-Bayreuther und jetzige Braunschweiger Guard Nicolai Simon sprach nach der Partie von einer eindrucksvollen Revanche, die die Bayreuther für die deftige 40-Punkte-Niederlage in der Vorsaison genommen hätten. "Bayreuth ist auch eine erstklassige Heimmannschaft. Wenn Medi erst einmal das Momentum hat, wird es sehr schwer. Dass wir in der Offensive nichts zustande gebracht haben, lag in erster an der erstklassigen Defense von Bayreuth", resümierte Simon.

Medi brauchte allerdings etwas, um in die Partie zu finden. In einer von Hektik, wilden Würfen und zahlreichen Fehlversuchen geprägten Anfangsphase schaffte es das Team von Trainer Raoul Korner nicht, sich entscheidend abzusetzen. Trotz einer deutlichen Reboundhoheit von 12:6 reichte es nur zu einer relativ knappen Führung von 16:12.

Richtig rund lief es für Medi dann ab Beginn des zweiten Viertels. Die offensiv limitierten Braunschweiger fanden nun kaum mehr Mittel gegen die aggressive Bayreuther Defense, die Turnover um Turnover der Löwen provozierte. Zudem fielen nun endlich auch die Bayreuther Dreier. Zwei Distanzwürfe von Trey Lewis und ein Dreipunktspiel von Basti Doreth ließen den Bayreuther Vorsprung bereits nach zwei Minuten Spielzeit auf 26:12 anwachsen und die Emotionen in der Oberfrankenhalle erstmals hochkochen.  

Trey Lewis mit spektaktulärem Sprungwurf

In der Folge baute Medi den Vorsprung kontinuierlich aus. Die Löwen kamen kaum mehr an den Korb, und auch die Distanzwürfe fielen selten. Bei Medi klappte zwar nicht alles, aber viel, weil sich die Bayreuther auf ihre Defensive verlassen konnten und am Brett dominant (23:13) blieben.  In der Offensive setzten Trey Lewis  - der Bayreuther  Pointguard holte seine 13 Zähler alleine im zweiten Viertel und versenkte einen spektakulären Sprungwurf mit 360-Grad-Drehung – und De‘ Mon Brooks (8 Zähler) die Akzente. Die 47:27-Führung für Medi zur Halbzeit spiegelte die Kräfteverhältnisse exakt wider.

Spätestens im dritten Viertel stand die Oberfrankenhalle dann komplett Kopf. Als Robin Amaize zur Halbzeit des dritten Abschnitts mit seinem ersten Dreier auf 62:31 erhöht hatte, war das schon eine Vorentscheidung. Apropos Amaize: Der 22-jährige Shooting Guard drehte gegen seinen Ex-Club nun so richtig auf, legte zwei weitere Dreier nach und sammelte bis Ende des dritten Viertels 14 Punkte. Mit einer 72:32-Führung ging es ins letzte Viertel.

Hier schonten die Bayreuther weder sich noch den Gegner. Einbahnstraßen-Basketball in der Oberfrankenhalle! Die Löwen wurden weiter am Ring durch die Arena geführt. Erst am Ende ließ die Bayreuther Defensive den Braunschweigern etwas mehr Luft zum Atmen, am überdeutlichen 96:48 änderte das aber nichts. Trey Lewis war mit 26 Punkten herausragender Medi-Akteur, ihm folgten Robin Amaize (17) und Andreas Seiferth (14), der auch noch eindrucksvolle 13 Rebounds einsammelte.   

 

4 (4 Stimmen)

Anzeige