Medi-Erfolg wirkt sich finanziell aus

„Tatsächlich erwischen Sie mich gerade auf dem Weg zu einem möglichen großen Sponsor“, antwortet Geschäftsführer Philipp Galewski. „Der möchte gerne alte Zeiten wieder aufleben lassen.“ Eine Häufung solcher angenehmen Termine sei nicht zu übersehen: „Es gibt auch Anfragen großer Unternehmen, die unser Werbepotenzial aufgrund der sportlichen Erfolge jetzt erst richtig wahrnehmen.“ Dabei bewähre sich auch das Marketing-Konzept des Medi-Teams als „Heroes of tomorrow“ (Helden von morgen): „Das lässt sich gut mit anderen Werbestrategien verbinden.“ Sogar ein Luxusproblem könnte sich für Galewski abzeichnen, denn Angebote für Sponsoren lassen sich mit Rücksicht auf bereits bestehende Partner nicht einfach unbegrenzt ausweiten: „Für die laufende Saison sind wir schon ziemlich ausvermarktet.“

Flexibler kann die Organisation auf die Nachfrage nach Fanartikeln reagieren, aber auch in diesem Bereich war die Euphorie aufgrund des sportlichen Höhenflugs nicht in allen Details planbar: „Wir hatten gerade eine Mütze neu auf den Markt gebracht, aber die ist schon wieder vergriffen“, berichtet Galewski. „Dabei hatten wir gedacht, mit der Menge gut kalkuliert zu haben.“

Der genaue Zusammenhang zwischen den sportlichen Ergebnissen und dem Umsatz ließe sich allerdings schwer beziffern: „Derzeit sind wir ja gerade mitten im Weihnachtsgeschäft, und das ist natürlich immer stark.“ Allerdings gibt es Hinweise darauf, wie sich das Auftreten der Mannschaft auf das Konsumverhalten der Anhänger auswirkt: „Beim Verkauf der Fantrikots fällt auf, dass es keine ausgesprochenen Stars gibt. Alle Spieler sind praktisch gleich beliebt.“

Hoffnung auf höhere Zuschauerkapazität

Am offensichtlichsten ist die aktuelle Bayreuther Basketball-Begeisterung bei den Zuschauerzahlen. Zuletzt war die Oberfrankenhalle dreimal in Folge ausverkauft, was in den Vorjahren eher die Ausnahme war. Trotzdem antwortet der Geschäftsführer gut gelaunt auf die Frage, ob er aus dieser Sicht die Reduzierung der Zuschauerkapazität zu Saisonbeginn von 3600 auf 3300 bereue: „Ich habe die Reduzierung ja selbst verfügt – und ich mache doch keine Fehler!“ Aber im Ernst: „Für die 300 Leute mehr gab es einfach keine adäquaten Plätze. Wir hätten damit nur 300 verärgerte Zuschauer, und das wollen wir nicht.“

Die Frage nach den Möglichkeiten einer Erhöhung der Kapazität bekommt durch die Entwicklung aber neues Gewicht. „Von der Hallenordnung her wäre das auch kein Problem“, betont Galewski. Man müsse jedoch darauf achten, dass jeder zusätzliche Platz auch angemessene Sichtverhältnisse bietet: „Das größte Potenzial sehe ich bei den Tribünen hinter den Körben.“

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Kommentare

Alles richtig gemacht so wie es aussieht. Weiter so!!
Was ich jedoch nicht so ganz nachvollziehen kann ist die ERNEUTE Reduzierung des Fassungsvermögens. Früher wohnten bis zu 4500 Zuschauern den Spielen bei. Ok, da war es rappelvoll und wirklich grenzwertig. Aber es es ging! Da hieß es noch dabei sein ist alles.
Die Ansprüche sind gestiegen und man kann die Reduzierung verstehn, aber von 4500 auf nun mittlerweile 3300 ist schon ne Menge Holz. Bei den 3600 zuvor hätte man es ruhig belassen können.

Vorallem wenn man jetzt in der Halle bei 3300 Zuschauer den Spielen bei wohnt merkt man schon das es nicht mehr soooo rappelvoll ist, dennoch fragt man sich wo da früher nochmals 1200 Leute reinpassten ;-)
Sehr schön! Immer nur weiter so!