Medi: CL-Spiel gegen Athen wegweisend

Mit jeweils drei Siegen und drei Niederlagen rangieren die Bayreuther und der griechische Hauptstadtverein auf den Plätzen fünf und sechs, den begehrten vierten Rang nimmt derzeit auf Grund des besseren direkten Vergleichs mit der gleichen Bilanz Estudiantes Madrid ein.

„Nach zuletzt drei Niederlagen hintereinander müssen wir wieder in die Gänge kommen”, sagt Medi-Coach Raoul Korner. „Umso wichtiger ist die Partie gegen Athen.“ Anders als bei seiner Mannschaft folgte bei den Gästen auf eine Niederlage jeweils stets ein Sieg. Der auffälligste war der 103:101-Auswärtserfolg nach Verlängerung gleich am zweiten Spieltag bei Reyer Venedig. Im letzten Spiel vor der Pause hielt sich Athen zu Hause mit 91:73 gegen Olimpija Ljubljana schadlos.

Assem Marei wiederim Mannschaftstraining

Die besten Zeiten von AEK Athen liegen ebenso wie die des gesamten griechischen Basketballs schon länger zurück. Die nationale Liga galt in den 1990er Jahren als die beste Europas, heute ist sie schwächer einzuschätzen als die Bundesliga. AEK gewann achtmal die Meisterschaft, siebenmal allein zwischen 1958 und 1970. Der letzte Titel datiert aus dem Jahr 2002. Im Europapokal der Pokalsieger triumphierten die Athener 1968 und 2000. Es folgte ein schleichender Niedergang, der 2011 zum Abstieg in die zweite Liga und ein Jahr später wegen finanzieller Probleme sogar zum Rückzug in die Drittklassigkeit führte.

Dort konsolidierte sich der Verein. Nach zwei Aufstiegen in Folge kehrte AEK 2014 ins Oberhaus zurück und entwickelte sich dort wieder zu einer festen Größe. Die vergangene Saison schloss die Mannschaft auf dem dritten Platz ab. In der Champions League wurde sie Zweiter ihrer Vorrundengruppe und schied im Playoff-Achtelfinale gegen den späteren Halbfinalisten AS Monaco aus.

Aktuell rangiert AEK in der heimischen Liga nach sieben Spieltagen mit einer Bilanz von 4:3 Siegen auf dem fünften Platz. Das Auswärtsspiel am Wochenende beim Tabellenvierten GS Lavrio ging mit 72:80 verloren.

Athen mit ehemaligem NBA-Profi

Namhaftester Spieler im Kader ist der frühere NBA-Profi Manny Harris (93 Einsätze), der vergangene Saison auch vier Spiele an der Seite von Dirk Nowitzki bei den Dallas Mavericks absolvierte. Mit 18,3 Punkten pro Spiel ist der 28 Jahre alte Combo Guard achtbester Schütze in der gesamten Champions League. Zweistellig punkten auch Harris’ amerikanischer Landsmann, der 32 Jahre alte Spielmacher Michael Green (14,7), Flügelspieler Giannoulis Larentzakis (10,2) sowie die unter den Körben agierenden Dusan Sakota (14,2) und Dimitris Mavroeidis (11,3).

Trainiert wird das Team von Sortiris Manolopoulos. Der 47-jährige Grieche stieg im Sommer vom Assistenten zum Headcoach auf.

Von einem Gegner „mit viel Talent, Erfahrung, Größe und Athletik“ spricht Medi-Coach Korner. Die Spielanlage sei „orientiert an den Guards“. Umso wichtiger ist es, dass Bastian Doreth nach kurzer Erkrankung gestern wieder ins Training eingestiegen ist. Daran nimmt auch Assem Marei wieder teil. Mit der Rückkehr des Centers aufs Feld ist aber erst am Sonntag in der Bundesliga gegen Aufsteiger Gotha zu rechnen.

Nicht bewertet

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