Mayer und Geigenmüller bleiben Tigers

„Wir denken nicht negativ, sondern positiv. Die Lizenzunterlagen stehen. Es wäre in der jetzigen Situation fatal, wenn wir unsere Planungen für die DEL2 nicht weiter vorantreiben würden“, sagt Matthias Wendel, der zusammen mit seiner Frau Margrit die Geschäfte der GmbH führt.

Am Mittwoch stehe eine Gesellschafterversammlung an, am Freitag wollen sich GmbH-Vertreter mit den Vereinsoffiziellen treffen. „Wir haben die Hoffnung, dass die finanziellen Schwierigkeiten des Stammvereins gelöst werden können“, sagt Matthias Wendel.

Lob vom Teammanager

Zu diesen Problemen äußert sich Tigers-Teammanager Dietmar Habnitt nicht, wohl aber zum sportlichen Aspekt. Und da sieht er die Vertragsverlängerungen von Geigenmüller und Mayer – beide bleiben eine weitere Saison – als genau den richtigen Schritt an: „Die zwei haben den Sprung in die DEL2 sehr gut gemeistert und sich so für eine Verlängerung empfohlen. Außerdem sind sie als Bayreuther Jungs extrem wichtig.“

Sie seien ein wichtiger Faktor im Mannschaftsgefüge und zudem Identifikationspersonen für die Fans – und das schon seit Jahren.

Bereits im Bayreuther Nachwuchs aktiv

Mayer und Geigenmüller schnürten schon als Nachwuchsspieler die Schlittschuhe für Bayreuther Eishockeyvereine. Verteidiger Mayer durchlief alle Nachwuchsteams des ESVB und bestritt als 17-Jähriger seine ersten von inzwischen insgesamt 484 Pflichtspieleinsätzen im Herrenbereich für ein Bayreuther Eishockeyteam.

Nur in der Saison 2006/2007 spielte er nicht in seiner Geburtsstadt, sondern beim EV Pegnitz. 2007 wechselte er zum EHC und machte den Weg von der Landesliga bis in die DEL2 mit. Zusammen mit seinem Reihenpartner Jozef Potac ist Defensivspezialist Mayer zu einer Institution in der Tigers-Abwehr geworden – auch in der Zweiten Liga. „Wir haben die Herausforderung DEL2 ganz gut gemeistert“, wird der 32-Jährige in einer Vereinsmeldung zitiert. „Es geht aber immer noch etwas besser und genau das muss das Ziel sein: Sich persönlich und als Mannschaft weiter entwickeln und ein Stück weit zu steigern.“

Dass er diesen Schritt in Bayreuth machen will, stand außer Frage: „Das ist mein Lebensmittelpunkt, ich fühle mich wohl und bin dadurch, dass ich kürzlich Vater geworden bin, hier noch stärker verwurzelt als ohnehin schon.“ Der Verein und die „treuen Fans“ liegen ihm sehr am Herzen.

Im Schnitt 1,45 Scorerpunkte pro Partie

Gleiches gilt für Geigenmüller, der in seine zehnte Spielzeit bei den Tigers geht und bereits 380 Pflichtspiele für sie absolviert hat. Dabei schoss der Außenstürmer 271 Treffer und bereitete 279 vor. Im Schnitt kommt er auf 1,45 Scorerpunkte pro Spiel.

Einen Namen machte er sich als Teil des KGB-Sturms: Mit Ivan Kolozvary und Michal Bartosch bildete er eines der stärksten Angriffstrios der Oberliga, das später auch in der DEL2 regelmäßig scorte, wenn es zusammen auf dem Eis stand. Geigenmüller überzeugte dabei vor allem mit seiner Torgefährlichkeit und seinem starken Handgelenkschuss.

Und natürlich zeichnet sich Geigenmüller auch durch seine Vereinstreue aus. „Ich bin sehr heimatverbunden und es ist mir ganz recht, dass ich meine Familie und Freunde in der Nähe habe“, sagt der 30-Jährige. „Außerdem haben wir die letzten Jahre immer eine gute Truppe zusammen gehabt, auf dem Eis und in der Kabine hat es immer gepasst. Von daher habe ich nicht lange überlegen müssen, als das Angebot kam.“

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