Marktplatz: Angst vor dem Terror

Demnach seien etwa 50 Poller nötig, um den Marktplatz von allen Seiten zu sichern. Davon 15, die je nach Bedarf in den Boden ein- und wieder ausgefahren werden können. Es muss schließlich gewährleistet sein, dass Lieferverkehr und Rettungsdienst weiter auf den Markt können. Das alles hätten Vorgespräche mit der Polizei ergeben, so Pfeifer, der zu dem Schluss kommt: „250.000 Euro werden dafür unter keinen Umständen ausreichen.“ Auch deshalb nicht, weil solche Poller gut eineinhalb Meter tief in den Boden eingebracht werden müssten, sollten sie für einen bis zu 24 Tonnen schweren und 50 Stundenkilometer schnellen Lastwagen ein wirkliches Hindernis darstellen. Auf die Straße gestellte Betonklötze, das hätten zahlreiche Test gezeigt, wären einem solchen Aufprall nicht gewachsen. „Und in der Maxstraße“, sagt Pfeifer, „liegen unheimlich viele Leitungen“.

Suche nach der günstigsten Lösung

Um zumindest etwas Geld zu sparen, könnten Hülsen im Boden eine Alternative zu elektronisch absenkbaren Pollern sein. Diese müssten dann, je nach Bedarf, mit Stiften aus Stahl und Beton gefüllt werden. Ganz so einfach entfernen lassen sich diese Stifte dann aber nicht, wenn ein Rettungswagen auf dem Marktplatz gebraucht werde. So oder so vermutet Pfeifer „erhebliche Tiefbaumaßnahmen“, spricht von absolutem Neuland für die Verwaltung und appelliert an die Stadträte, ein Fachbüro mit der Planung zu beauftragen. Im nächsten Jahr sollen dafür 50.000 Euro bereitgestellt werden. Die Stadträte folgen dem einstimmig. Der Fraktionsvorsitzende der CSU, Stefan Specht, sagt: Die jetzt aufgestellten Pflanzkübel vor dem Weihnachtsmarkt seien eher psychologischer Natur und stellten höchsten für „betrunkene und aggressive Radfahrer“ ein Hindernis dar.

Einen Terroranschlag auf dem Marktplatz könne man aber auch mit Pollern nicht ausschließen, sagt Pfeifer. Ganz zu schweigen davon, dass andere Plätze, wie der Volksfestplatz, weiter ungesichert wären.

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