Manuela Bierbaum wechselt zur Diakonie Hof

Der Abschied fällt ihr schwer. Erst seit Anfang 2016 ist sie zuständig für alle Einrichtungen des Diakonievereins: Brigittenheim, betreutes Wohnen, Sozialstation, Tagespflege und Integrationskreis für Flüchtlinge. Nun also wieder ein Abschied. Entsandt hatte Bierbaum ihr Arbeitgeber, die kirchliche Dienstleistungs- und Beratungsgesellschaft für soziale Einrichtungen (KDSE), eine Tochterfirma des Diakonischen Werkes Bayern.

Doppelspitze

Die KDSE als Partner des Diakonievereins wird auch den Nachfolger stellen. Bierbaum wird in Hof gemeinsam mit Martin Abt die Diakonie Hochfranken als Doppelspitze führen, ein Unternehmen mit 1500 Mitarbeitern. Die Diplomsoziologin tritt mit der neuen Stelle die Nachfolge von Maria Mangei an. Zuständig sein wird Bierbaum für die Geschäftsfelder Jugend- und Familienhilfe/Psychologische Beratung, Erwachsenenhilfe und Diakonie am Campus.

Guter Zeitpunkt

Umgeschaut nach der neuen Stelle habe sie sich nicht, sagt sie. Sie wurde gefragt, ob sie sich nicht bewerben wolle. Erst dann habe sie sich mit dem Thema beschäftigt, sich beworben und wurde schließlich ausgewählt. „Manchmal tut sich im Leben etwas auf und ich denke, jetzt ist ein guter Zeitpunkt“, sagt sie.

Mitarbeiter enttäuscht

Immerhin sei sie schon zehn Jahre für die KDSE tätig. Gestern machte Bierbaum die Runde durchs Haus, um den Mitarbeitern zu sagen, dass sie geht. „Das macht keinen Spaß“, meint sie. Die Reaktionen der Mitarbeiter seien unterschiedlich gewesen: enttäuscht, traurig, bestürzt. „Dabei war aber immer Verständnis, dass so eine Veränderung manchmal gut ist.“ Emotional anstrengend sei die Verkündungsrunde trotzdem gewesen. „Solche Tage möchte ich nicht öfter haben“, meint Manuela Bierbaum.

"Ich fühle mich in Pegnitz wohl.“

Sie verlasse den Diakonieverein mit zwei weinenden Augen. „Ich mache das hier mit viel Liebe und Freude. Ich fühle mich in Pegnitz unheimlich wohl.“ Die Zusammenarbeit habe stets gut funktioniert. Deshalb seien die Mitarbeiter auch so überrascht gewesen, dass sie Pegnitz den Rücken kehrt.

Auch das Verhältnis mit der KDSE sei gut gewesen. Die Gründe, den Job zu wechseln, liegen neben der neuen beruflichen Herausforderung vor allem im Privaten. Die Familie wohnt in Kulmbach. Ihr Mann arbeitet in Helmbrechts, sie hätten dann also denselben Arbeitsweg. Bis zu ihrem Wechsel nach Hof möchte Bierbaum mit „vollem Elan und Liebe“ weitermachen. Sie stehe zu ihrer Entscheidung und freue sich auf ihre neue Aufgabe ab Februar. „Sonst hätte ich es nicht gemacht.“

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