Mann gesteht tödliche Beil-Attacke

„Er hat vollumfänglich gestanden und gesagt, dass es ihm leid tut“, sagte ein Gerichtssprecher. Lediglich bei der ihm vorgeworfenen Anzahl der Schläge habe der Deutsche widersprochen. Der Anklage zufolge hat er mindestens 22 Mal zugeschlagen. Der 66-Jährige dagegen habe von drei bis vier Wiederholungen nach dem ersten Schlag gesprochen.

Wie es zu dem Angriff im Juni 2017 kam, konnte sich der Senior am ersten Prozesstag nicht erklären. Es habe irgendwie bei ihm „Klick“ gemacht.

Der Tat vorausgegangen ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ein Streit um Geld. Der Täter soll wegen einer Erkrankung seinen Anteil an Verpflegung und an Miete für die gemeinsam genutzte Wohnung nicht mehr bezahlt haben. Das Opfer habe ihm vorgeworfen, sich bei seiner Krankenkasse nicht nachdrücklich genug dafür eingesetzt zu haben, Krankengeld ausgezahlt zu bekommen.

Im Sommer 2017 soll die Auseinandersetzung dann eskaliert sein. Der Mann trank Schnaps und Bier. Als die 73-Jährige vom Einkaufen zurückkam, stritt das Paar erneut. Die Frau soll ihn heftig dafür kritisiert haben, dass das Krankengeld noch nicht auf dem Konto eingegangen war.

Daraufhin soll der Mann aus einem Nebenraum ein Beil geholt haben, um damit seine Freundin zu töten. Nach dem ersten Schlag gelang es der Frau noch, ins Treppenhaus zu flüchten, doch dort schlug er weiter auf sie ein.

Nach der Tat ging er zurück in die Wohnung. Eine Nachbarin fand schließlich die Leiche der Frau. Kurze Zeit später nahm die Polizei den Lebensgefährten fest.

dpa

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