Mainauenhof: Schaufenster der Region

Der Platz, den sich Stadt und Landkreis Bayreuth ausgesucht haben, ist nicht der schlechteste auf dem 45 Hektar großen Landesgartenschaugelände. Nicht weit weg vom Roten Main. Nahe dran an einer der Attraktionen, der weltweit einzigartigen Netzkletterlandschaft. Und mitten drin im Grünen Quartett aus Forst, Landwirtschaftsministerium, Gartenbauverband und eben dem Mainauenhof. So haben Stadt und Land das kleine Gehöft genannt, das sich abhebt von den vielen anderen Pavillons. "Fränkisch, originell", sagt Landrat Hermann Hübner am Montag bei der Pressekonferen auf der Tanzbruck des Hofes. "Pfiffig genauso wie multimedial."

Hof sieht aus wie vor 100 Jahren

Der Hof mit Haupthaus, einem Bauerngärtchen, einem Gerätestadel und einem kleinen Schafstall sieht aus, als stünde er schon sei 100 Jahren dort. Alte Dachziegel, alte Fenster, alte Bretter. Innen modern und ganz schlicht. "Hier ist was los, hier gibt es die nächsten 171 Tage nach der Eröffnung was zu sehen", sagt Hübner. Und nimmt den Ball auf, den Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe ihm zugespielt hatte. "Im Gesamtkunstwerk Landesgartenschau" sei der Mainauenhof "das Schaufenster der Region". Hier präsentierten sich die Stadt und die Gemeindes des Landkreises. "Bayreuth und die Region kann man hier als Reiseziel erleben. Für Wandern. Für Kultur", sagt Merk-Erbe. In 400 Veranstaltungen, die allein im Mainauenhof stattfinden, wolle man die Besucher informieren. Und Lust machen auf Stadt und Landkreis. Im Mainauenhof präsentieren sich neben der Stadt und dem Landkreis 15 Partner der Landesgartenschau aus den Landkreisen Bayreuth und Kulmbach.

Es fehlt nur ein bisschen Feinschliff

"Wir sind fast fertig mit dem Mainauenhof", sagt Hermann Hübner. Feinschliff muss noch sein. Ein paar Bretter neben der Tanzbruck. Ein Wasserrohr, das noch angeschlossen werden muss. Vor kurzem sind die Schäfchen eingezogen in den Stall, den Herbert Retzer, stellvertretender Pressesprecher des Landratsamtes, weitgehend selbst gebaut hat. Ein bisschen scheu sind sie noch, müssen sich an die Menschen gewöhnen. "Auch das wird sicher ein Anziehungspunkt speziell für Kinder", sagt Hübner. Mit dem kleinen Hof wolle man das widerspiegeln, was "Jean Paul einen Zaubergürtel um Bayreuth genannt hat". Den Zaubergürtel sollen die Besucher fühlen, schmecken, erkunden: Zum Beispiel mit dem Bier-und Bratwurstgipfel am 28. April. Oder am 1. Mai mit dem traditionellen Maibaumaufstellen, das der Heimat- und Trachtenverein Pegnitz übernehmen wird. "Das Stahlgerüst für den Baum steht schon da", sagt Hübner. Am 21. Mai kommt die Brauereienkönigin Katrin I. in den Mainauenhof und hat Bier von vier Brauereien aus Aufseß dabei.

Fünf Radtouren zu den Außenstellen

Fünf Radtouren zu den Außenstellen der Landesgartenschau habe ein Team aus Stadt und Landkreis, von der Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH und der Landesgartenschau GmbH entwickelt, sagt der Landrat. Alle so angelegt, dass die Besucher Teile der Strecke mit der Bahn zurücklegen oder die Touren abkürzen können. Wenn man überhaupt weg will von dort. Denn "unser Mainauenhof hat schon einen idealen Standort mitten auf der zweieinhalb Kilometer langen Runde über die Gartenschau", sagt Hübner. Toiletten gebe es gleich in der Nähe. Und einen Biergarten.

Der Bau des Mainauenhofs hat rund 95.000 Euro gekostet. 30.000 Euro wurden für die Innenausstattung fällig. Davon übernimmt die Stadt Bayreuth laut Hübner 10.000 Euro. "Förderanträge laufen." Und nach dem 9. Oktober könne man durchaus darüber nachdenken, den Mainauenhof stehen zu lassen. "Für Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer sind wir offen", sagt Hübner mit Seitenblick auf Merk-Erbe. 

Nicht bewertet

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Kommentare

Wieso heißt das Bauwerk "Mainauenhof" und nicht "Wilhelminenauenhof"?
Mensch Kiepfer, langsam wird's aber pathologisch.
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Weil wir Franken diese Wortungeheuer nicht aussprechen können!
Der Mainauenhof ist ein schönes, idyllisches Plätzchen in dem Gelände.
Ich hoffe nur, dass bei seiner multiplen Nutzung des Landkreises dies nicht für eine Geräte- und Fahrzeugschau missbraucht wird.