LSG-Piloten: Erst hui, dann pfui

Heiko Hertrich, Wolfgang Clas und Friedhelm Lotte flogen am ersten Tag Schnittgeschwindigkeiten zwischen 92 und 98 km/h. Hervorragend fiel abends die Halbzeitbilanz aus: Bayreuth lag auf dem vierten Rundenplatz und mit zwei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze.

Und die Wettervorhersage für den nächsten Tag versprach noch bessere Aufwinde. Schon vor 9 Uhr startete Alexander Müller zu einem Langstreckenflug. Kurz darauf wollten es auch Clemens Pape und Johannes Baier wissen. Da die Aufwinde schon früh funktionierten, folgte ein ganzer Schwarm von LSG-Piloten.

Doch in der Mittagszeit fing der Himmel an, sich zu verdunkeln. Eine leichte Inversionsschicht schob sich über Franken und die Oberpfalz. Diese Schicht ließ die Aufwind anzeigenden Cumuluswolken auseinander laufen und bremste so die Sonneneinstrahlung. Alle gegen Mittag gestarteten Flugzeuge hatten keine Chance, in das gute Wetter im Westen und Süden zu fliegen.

Hoffen auf Langstreckenpiloten

Die Hoffnung ruhte auf den Langstreckenpiloten. Doch obwohl einige bis in die Rheinebene vordrangen, zeichnete sich ab, dass sie die Samstagsergebnisse nicht toppen werden.

Lothar Schmidt und Martin Brühl flogen weit nach Westen und wendeten erst über dem Hockenheimring, bekamen aber beide auf dem Rückweg Probleme. Die Schnittgeschwindigkeit sank auf unter 90 km/h.

Noch weiter schafften es Müller, Pape und Wolfgang Clas, die zuerst bis Kassel flogen und es dann auf Südkurs bis tief in den Schwarzwald schafften. Jedoch gelang dabei nur Müller mit 100,43 km/h eine Verbesserung der Mannschaftsleistung. Zusätzlich knackte er mit diesem elfstündigen Flug wieder einmal die 1000-Kilometer-Marke.

Die Bayreuther mussten sich mit den Flügen von Müller und den beiden Samstagsflügen von Hertrich und Clas in der Teamwertung mit 293,8 km/h begnügen. Da in anderen Gebieten besserer Aufwind herrschte rutschte die LSG mit dieser Wertung bis auf Rang 27 ab. Noch nie lag ein Verein mit fast 300 km/h in der Rundenabrechnung so weit hinten.

Nun auf Platz fünf in der Tabelle

Rundensieger wurde die SFG Donauwörth mit 339,8 km/h. Obwohl die sehr guten Gebiete entlang der Schwäbischen Alb und im Fläming durchaus in Reichweite der Bayreuther Piloten waren, wurden diese Gebiete nicht als die besten erkannt und angeflogen.

Bayreuth fiel mit nun 55 Punkten auf Rang fünf der Bundesligatabelle zurück. Tabellenführer Donauwörth baute den Vorsprung auf 76 Punkte aus und liegt vor Burgdorf (64) sowie Gifhorn (62).

In der Weltliga ragten zwei Teams aus den USA in dieser Runde heraus, doch in der Tabelle sind weiter deutsche Mannschaften vorn. Donauwörth (115 Punkte) führt knapp vor Stadtlohn, Burgdorf und Gifhorn (alle 111 Punkte). Bayreuth fiel mir Rundenplatz 66 auf Platz 15 (81 Punkte) zurück.

Nicht bewertet

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