Lohengrin-Therme: Fliesen heben sich

"Doppelt blöd gelaufen" nennt Stadtwerke-Sprecher Koch den Schaden, den Mitarbeiter der Therme bei der täglichen Kontrolle, "der Begehung, die morgens und abends gemacht wird", der Becken entdeckt haben. Denn: erst vor kurzem war die Therme wegen Revisionsarbeiten geschlossen. Damals war der Schaden noch nicht offenkundig geworden. "Sonst hätte man das gleich mit beheben können", sagt Koch. „Etwa 25 Quadratmeter Fliesen heben sich, wodurch scharfe Kanten entstehen“, wird der Bäderleiter Harald Schmidt in einer Mitteilung der Stadtwerke zitiert. Da sich Badegäste an den aufstehenden Fliesen verletzten könnten, sei der Bereich sofort abgesperrt worden. "Mit Flatterband, sowohl über dem Wasser als auch im Wasser, damit sich beim möglichen Tauchen niemand verletzen kann", sagt Koch. Die Fliesen stehen seinen Angaben zufolge etwa zwei Zentimeter hoch auf.

Reparaturarbeiten beginnen morgen

Bereits in der Nacht zum Mittwoch sollen die Reparaturarbeiten beginnen. Das Wasser in dem großen Becken muss bereits am Mittwochvormittag abgelassen werden. Das Becken sei bereits abgesperrt, sagt Koch. "Wir werden aber noch Bauzäune aufstellen, wenn das Wasser abgelassen ist, damit niemand hineinfallen kann." Damit müsse man jedoch bei der "Atmosphäre deutliche Abstriche machen". Obwohl der Whirlpool, der Strömungskanal und das Physio-Becken weiter in Betrieb sein werden, "werden die Kunden das Mehrzweckbecken vermissen", sagt Schmidt. Dieser Umstand müsse sich "im Preis niederschlagen": Egal, wie lange die Gäste die Lohengrin-Therme nutzen, sie zahlen für die Zeit der Reparatur, die auf zwei Wochen angesetzt ist, sechs Euro. Statt elf Euro für die Drei-Stunden-Karte oder 15 Euro für die Tageskarte. Auf die anderen Bereiche wie den Wellnes- oder Physio-Bereich und die Saunalandschaft habe die außerplanmäßige Sanierung keinen Einfluss.

Unklar, wie der Schaden entstanden ist

Wie der Schaden entstanden sein könnte, ist nach Angaben der Stadtwerke unklar. „Unsere Revision ist erst wenige Wochen her. Da haben wir das Wasser in allen Becken abgelassen und noch vor den Reinigungsarbeiten auch die Fliesenflächen genau kontrolliert. Damals konnten keine Schäden festgestellt werden“, wird Schmidt zitiert. Die Stadtwerke rechnen damit, dass das Becken ab dem 15. September wieder zur Verfügung stehen wird, weil der Fliesenkleber Zeit zum Trocknen brauche. Die Kosten? Aktuell noch nicht bezifferbar.

Schäden wie der, der jetzt aufgetreten ist, kämen allerdings immer wieder vor. "Es ist wohl ein heikler Moment, wenn das Wasser abgelassen wird. Wenn der Druck weg ist, knackt es scheinbar gern mal. Das kann in der Folge auch zu einem Domino-Effekt führen", sagt Koch.

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