Loewe peilt kleinen Gewinn an

Der starke Dollar drückt auf das Loewe-Ergebnis. Ein Großteil der zugelieferten Ware werde aus Asien bezogen. Die Einkaufspreise hängen stark von der Entwicklung des Dollarkurses ab, heißt es dazu im Geschäftsbericht des TV-Herstellers. Auch erhebliche zusätzliche Frachtkosten für den Transportweg - Luft und Bahn anstelle von Schiff - hätten das Ergebnis negativ beeinflusst.  

Langfristiges Darlehen

Zur Sicherstellung der Finanzierung des weiteren Wachstums sei im Juli 2015 ein langfristiges fondsfinanziertes Darlehen aufgenommen worden. Die Bankverbindlichkeiten seien im Zuge dieser Refinanzierung komplett zurückgeführt worden. Das Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 25,5 Mio. Euro habe eine Laufzeit von fünf Jahren.

Geräte für unter 1000 Euro

Loewe sieht gute Chancen, wieder deutlich zu wachsen und will verstärkt in Flächenmärkten präsent sein. Es werden nun auch Geräte für weit unter tausend Euro angeboten. Voraussetzung für einen nachhaltigen Erfolg sei, dass man „verständlichen Mehrwert“ anbietet und sich damit vom Massenmarkt abgrenzt.

Umsatz steigt deutlich

Beim Umsatz lag Loewe 2015 im Plan. Die Voraussagen hätten sich wie prognostiziert eingestellt, heißt es dazu. Der Umsatz stieg um rund 25 Prozent. Im letzten Quartal wurde sogar ein Plus von 39 Prozent verbucht. Loewe sieht für die Zukunft „hervorragende Chancen“, den Marktanteil zu steigern. Für das Geschäftsjahr 2016 „erwarten wir ein deutliches Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich“ und ein leicht positives operatives Ergebnis, so das Unternehmen. Loewe kalkuliert dabei mit einem Kurs von 1,12 Dollar für einen Euro.

Kampf gegen Industriegiganten

Loewe-Chef Mark Hüsges hatte im Gespräch mit dieser Zeitung mehrfach in Aussicht gestellt, dass er sich gut vorstellen kann, den alten Umsatzrekord von Loewe von 374 Millionen Euro im Jahr 2008 wieder zu erreichen. Jetzt geht es darum, mit den steigenden Umsätzen zurück in die Gewinnzone zu kommen. Der Preis- und Verdrängungswettbewerb auf dem Markt für Unterhaltungselektronik ist enorm. Hüsges spricht von einem „schweren Kampf gegen Industriegiganten“ wie Samsung oder LG. Alle Loewe-Fernseher werden in Kronach montiert, die Software teilweise selbst entwickelt. Das Unternehmen hat sein Personal in Kronach auf über 400 Mitarbeiter aufgestockt. Insgesamt arbeiten 550 Beschäftigte für Loewe.      

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