Liveblog von der A9: 18 Tote, 30 Verletzte

Was sich bis 13 Uhr an der Unfallstelle auf der A9 getan hat, lesen Sie hier.  Alles, was ab jetzt über den Unfall noch bekannt wird, finden Sie hier im Kurier-Liveblog.

 
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Kommentare

Jetzt geht es doch vorrangig um die Klärung der Brandursache und um die Tatsache, dass sich in kürzester Zeit das Feuer schnell ausbreitete und damit der gesamte Bus in Brand geriet. Solche Fahrunfälle wird es immer wieder geben, sodass alles dafür getan werden muss, um solche schlimmen Katastrophen in Zukunft zu vermeiden.
Das Problem mit der Gassenbildung und den Gaffern ist meiner Meinung nach vorgeschoben, um von eventuell fehlenden Brandschutzmaßnahmen bei Bussen abzulenken.
Völlig richtig! Schon alleine, das in Bussen noch leicht brennbare Sitze eingebaut werden dürfen. Im ZDF hat man am Montag gezeigt, dass das Sitzmaterial, dass in Bussen eingebaut werden darf, in 2 Minuten komplett in Flammen steht, Sitzmaterial, das in Zügen eingebaut werden darf, nach 5 Minuten nur leicht "angekoggelt" ist. Hier müssten die Politiker die Vorschriften umgehend ändern!
Es ist immer das gleiche wenn spektakuläre Unglücke geschehen: Die Politiker stellen sich fast weinend vor die Kameras und drücken ihr Bedauern und ihr Mitgefühl mit Verletzten und Angehörigen von Toten aus. Ich finde das nichts anderes als Heuchelei.

Sie sollten statt nach derart dramatischen Vorkommnissen schauspielerische Einlagen zu geben, die nötigen Verordnungen und Gesetze auf den Weg bringen, um solche katastrophalen Unfälle weitgehend auszuschließen zu können.

Was nützen Sicherheitseinrichtungen in Kraftfahrzeugen, die die Fahrer nach Gusto ein- oder ausschalten können. Die Notbremseinrichtung hat immer eingeschaltet zu sein, denn sonst nützt sie überhaupt nichts.

Die Ahndung wegen nicht eingehaltener Rettungsgasse darf nicht mit einem "Taschengeldbetrag" erfolgen. Sie muss diese Leute richtig am Geldbeutel treffen, so wie das in Österreich praktiziert wird. Wer mal 2.000 €uro wegen so einem Verstoß gezahlt hat, wird beim nächsten Stau schön brav dazu helfen, eine Rettungsgasse zu bilden.
Man hat das Gefühl, es ist wieder Wahlkampfzeit. Da kommen mal eben ein paar Minister daher - vermutlich im Hubschrauber eingeflogen - und schwadronieren über die bösen Autofahrer die sich gar so unverantwortlich verhalten, da brauchen wir doch glatt ein paar neue Gesetze... bloß dasd wos sogsd...
Klar, was auf den Straßen im Allgemeinen und Autobahnen im Besonderen abgeht ist oft haarsträubend. Aber wenn etwas passiert ist, staut es sich meistens SEHR schnell auf. Da kann man (auch bei "vernünftiger" Geschwindigkeit und ausreichendem Abstand) oft froh sein, rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Und wenn erst mal alles steht, ist es zum Rangieren zu spät. Davon abgesehen: Wie soll man denn in den zahlreichen Baustellen überhaupt eine Gasse bilden? Wir waren kürzlich auf der A7 unterwegs - da sind die Streifen so eng, dass man nicht mal neben einem LKW fahren kann. Und was die beschämenden bremsenden Gaffer angeht: Ich werde auch weiterhin deutlich abbremsen (natürlich keine Vollbremsung), wenn auf der Gegenspur etwas passiert ist. Man weiß nicht, was so alles herumliegt oder -fliegt, da fahre ich mit äußerster Vorsicht dran vorbei. Aber wer die meiste Zeit über herumgeflogen oder -chauffiert wird, kann ja ganz kompetent auf die einhauen, die tagtäglich draußen unterwegs sind.
Mein Beileid den Angehörigen
Fakt ist, dass auf Deutschlands Straßen und Autobahnen tausende Busse als dickende Zeitbomben herumfahren. In diesem Fall haben offensichtlich erst wieder viele unschuldige Menschen ihr Leben verlieren müssen, weil die Industrie hier vermutlich dies sogar wissentlich in Kauf genommen hat! Unsere Polititker sind doch nur Schauspieler und stellen sich letztendlich wenn es darauf ankkommt hinter die Hersteller. Nichts anderes läuft gerade beim Abgasskandal (Diesel) etc. Für mich ist der medienwirksame Auftritt unserer Politiker an der Unfallstelle, schon mehr als "Scheinheiligkeit" ja sogar "heuchlerisch". Mein Respekt gilt, den Einsatzkräften die immer wieder auf freiwilliger Basis sich solchen sicherlich nicht sehr angenehmen Situationen stellen und mein Mitgefühl gilt den Überlebenden und Angehörigen dieser womöglich sogar vorhersehbaren Katastrophe! Schließlich war dies auch nicht das erste mal, dass ein Bus gebrannt hat!
Das mit der Rettungsgasse und den Gaffern ist ein ganz anderes Thema und gehört nicht hierher. Diese Katastrophe und die Rettung wäre nicht anders abgelaufen, auch wenn sich alle Autofahrer vorbildlich verhalten hätten.
Die Verletzten und vor allem die Angehörigen der Opfer fragen sich, warum das so passiert ist. Sie möchten so schnell wie möglich eine Antwort. Und wir anderen wollen auch wissen, wie gefährlich solche Busfahrten werden können.
Und dann stellt sich der zuständige Minister am Unfallort hin und spricht von einer Verschärfung der Strafe für Gaffer. Ist Hilflosigkeit nicht noch eine wohlmeinende Erklärung für solch ein Verhalten?