LGS-Fördererverein: Aus zwei mach eins

Erst ging es um die Förderung der Landesgartenschau. Seit Ende September vergangenen Jahres hat der Förderverein ein neues Ziel: er will die Nachnutzung auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände fördern und unterstützen. Und zwar zusammen mit einem Verein, der sich ebenfalls bei der Landesgartenschau eingebracht hat. Dem Freundeskreis Schloss St. Georgen. Eva Rundholz, die bei der Versammlung zur Schatzmeisterin gewählt wurde, sagt im Gespräch mit unserer Zeitung: "Der Vorsitzende des Freundeskreises, Alexander Wild, hat es schön formuliert: Der Verein sei ein bisschen in die Jahre gekommen. Deshalb wäre es gut, wenn ein bisschen Nachwuchs dazukommen würde."

Vergleichbare Satzung, vergleichbare Ziele

Die Satzung der beiden Vereine sei vergleichbar. Zudem hätten die beiden Vereine, die durch ein komplexes Verfahren, notariell begleitet, zu einer Einheit verschmelzen werden, ähnliche Ziele: Das Bürgerengagement stehe ganz weit oben. "Das wollen wir gemeinsam für den neuen Park fördern", sagt Eva Rundholz. Inhaltlich ergänzt um Ziele wie "Förderung der Landschaft, der Natur, des Umweltschutzes. Außerdem wird es um die Pflege von Denkmal und Kultur gehen, speziell mit Blick auf die markgräfliche Geschichte Bayreuths und der Vorstadt St. Georgen" - einem wesentlichen Ziel des Freundeskreises Schloss St. Georgen.

Anstieg von 128 auf über 240 Mitglieder

Wie Eva Rundholz sagt, muss der Freundeskreis Schloss St. Georgen in seiner Hauptversammlung der Verschmelzung mit dem Förderverein Wilhelminenaue ebenfalls noch zustimmen. Dann dürfte der neue Verein auf einen Schlag mindestens 200 Mitglieder haben. "Wir haben 128, der Freundeskreis rund 120." 

Brückenschlag zum neuen Vorsitzenden

Die Brücke zu Hans Peetz, dem neuen Vorsitzenden des Fördervereins Wilhelminenaue, sind einige Bauwerke aus dem Beitrag der Kirchen zur Landesgartenschau. Denn: Das Oratorium und das Kunstwerk "Durchblick", beide unterhalb des Panoramakabinetts, werden dauerhaft auf dem Gelände bleiben dürfen. Den Weg zurück auf das Landesgartenschaugelände - ebenfalls auf Dauer - wird das Modell des historischen St. Georgen finden, das der Freundeskreis aufgestellt und den Besuchern erklärt hatte. Zusammen mit dem ehemaligen Info-Pavillon, den der Förderverein nach Ende der Gartenschau gekauft hatte, sollen die vier Objekte "der Stadt geschenkt werden", sagt Rundholz.

Finanzierung des kirchlichen Beitrags steht

Für Hans Peetz, der jetzt für die Erschließung der Markgrafenkirchen zuständig ist, sieht seinen ehrenamtlichen Vorstandsposten "als Verknüpfung zu meiner neuen Aufgabe. Die Wilhelminenaue verbindet sich gut mit der neuen Stelle". Es gefalle ihm, "dass in dem Verein engagierte Menschen sind, die für die Stadt und die Bürger etwas tun wollen". Peetz, der sich bei der Landesgartenschau mit dem kirchlichen Beitrag speziell beim Bau des Oratoriums auch handwerklich stark eingebracht hat, freut sich darüber, dass "mit der Stadt ein Nutzungsvertrag abgeschlossen werden kann". Rund 300.000 Euro hat der kirchliche Beitrag insgesamt gekostet. Die Finanzierung sei "geregelt. Wir haben noch ein Defizit von 30.000 Euro. Wir wollen einen Antrag auf Förderung bei der Landeskirche stellen und auch die Gesamtkirchengemeinde um Unterstützung bitten".

Erstes Projekt: Veranstaltungskalender für die Wilhelminenaue 2017

Wie Peetz und Rundholz sagen, steckt der Verein schon voll im ersten Projekt: "Am 8. April wird die Wilhelminenaue mit einem Fest eröffnet. Wir werden einen Veranstaltungskalender herausbringen, in dem alles aufgeführt ist, was in dem Jahr stattfinden wird. Viele Veranstaltungen aus den Bereichen Sport, Musik und Theater stehen schon fest."

Wer noch einmal in Erinnerungen schwelgen will: Unser Dossier zur Landesgartenschau

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