Letztes Auswärtsspiel der Haspo-Damen

„Es ist noch immer alles drin“, sagt Haspo-Trainer Thomas Hankel zur Ausgangsposition seiner Mannschaft auf dem vorletzten Platz. Rechnerisch ist sogar noch der Abstand zum Tabellenvierten überbrückbar, aber andererseits könnte ein Sieg in den letzten beiden Spielen sogar zu wenig sein, um den Abstiegsplatz zu verlassen. Hauptkonkurrenten sind Osterode (punktgleich mit Vorteil im direkten Vergleich) und Frankurt/Oder (zwei Punkte Vorsprung).

Auch Gastgeber noch nicht gesichert

Doch auch Gastgeber Bad Salzuflen kann sich mit 18:20 Punkten vor seinem bereits letzten Saisonspiel noch nicht ganz sicher fühlen und hat folglich nichts zu verschenken. Um dort bestehen zu können, werden die Haspo-Damen vor allem ihre Fehlerzahl im Vergleich zur durchaus vermeidbaren letzten Heimniederlage gegen Altlandsberg (25:26) deutlich reduzieren müssen. Insgesamt 25 Ballverluste durch Fehlpässe oder technische Fehler hat Hankel da gezählt – zu viel, um ein Spitzenteam wie den Tabellenzweiten zu schlagen. „Dass wir aber trotz der hohen Fehlerzahl mithalten konnten, gibt Mut für die anstehenden zwei Begegnungen“, sieht der Coach aber auch eine positive Erkenntnis.

Ex-Nationalspieler als Trainer

Hankel selbst trifft im Lipperland auf einen namhaften Kollegen, denn als Trainer der Gastgeberinnen amtiert der frühere Nationalspieler Mike Bezdicek. Er baut vor allem auf die Qualitäten von Kathrin Hill, die derzeit mit 124 Treffern (davon 40 Siebenmeter) die Torschützenliste der Liga anführt und wohl auch die Torjägerkrone behalten wird, da die Zweitplatzierte Michelle Dürrwald vom Haspo-Konkurrenten Frankfurt mit einem vor Wochenfrist erlittenen Kreuzbandriss im Saisonendspurt fehlt. Doch sich alleine auf Hill zu konzentrieren, wird der Haspo-Defensive nicht genügen, denn mit Nina Jacobkersting befindet sich noch eine weitere SG-Spielerin in den Top Ten der Torjägerinnen. Insgesamt stellt Bad Salzuflen mit fast 27 Toren im Schnitt sogar den besten Angriff der Liga, so dass die Entscheidung im Duell zwischen der einheimischen Offensivkraft und der Bayreuther Defensivstärke fallen wird.

Knapper Sieg im Hinspiel

Das Hinspiel kam eher der Spielweise der Lipperländerinnen entgegen, aber am Ende hatte Haspo das muntere Scheibenschießen mit 31:30 knapp für sich entschieden. Diesmal werden allerdings mit Sonja Körber und Loraine Hellriegel zwei verletzte Leistungsträgerinnen fehlen, während Bezdicek auf einen größeren Kader bauen kann als in der Vorrunde. Dafür setzt Hankel vor allem an den zuletzt gezeigten kämpferischen Leistungen: „Wenn wir unser hinten weiter für den Klassenerhalt zerreißen und vorne etwas abgeklärter spielen, haben wir noch eine realistische Chance.“

Nicht bewertet

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