Letzter Haspo-Gast ist der Meister

Nachdem die Reserve des Zweitliga-Spitzenteams einen Fanbus angekündigt hat und Haspo jeden in der Vereinsfarbe Orange gekleideten Zuschauer mit einem Freigetränk belohnt, sollte für eine entsprechend besondere Atmosphäre gesorgt sein.

Letztes Heimspiel für Michael Neumaier

Zudem steht der Abgang von gleich vier bewährten Akteuren ins Haus: Neben dem bereits gemeldeten Abschied von Trainer Mathias Bracher sowie Jakob Hoffmanns (studienbedingt zum HC Erlangen II) und Matthäus Woitaschik (Handballpause) wird auch Michael Neumaier sein letztes Heimspiel im haspo-Trikot bestreiten. Der gebürtige Augsburger und langjährige Leistungsträger muss seinem Beruf Tribut zollen und gönnt sich ebenfalls eine Auszeit.

Das passende sportliche Niveau garantiert HSC Coburg II als dominierende Mannschaft der Saison. In den entscheidenden Duellen mit den anderen Spitzenteams der Liga aus Friedberg (27:26), Erlangen II (26:18) und Waldbüttelbrunn (25:21 auswärts) ließen die Vestestädter in der Rückrunde keine Punkte liegen und mussten sich im neuen Jahr nur bei der SG DJK Rimpar II überraschend mit 17:21 geschlagen geben. Da sie auch durch die Vorrunde schon durchmarschiert waren, hatte der ebenfalls bereits feststehende Vizemeister Erlangen II nie eine ernsthafte Chance auf Platz eins.

Das dominierende Team der Liga

Die Gründe für die dominante Leistung über einen so langen Zeitraum sind beim der Zweitligareserve vielschichtig. Einerseits verfügt das Team um Trainer Ralf Baucke über eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen ehemaligen Zweitligaroutiniers und hungrigen jungen Spielern. Andererseits gibt es aber auch noch die überragenden Einzelspieler wie Hajck Karapetjan im linken Rückraum, der mit durchschnittlich über sieben Toren im Schnitt (insgesamt 161) die Torschützenliste der Bayernliga derzeit sogar anführt. Richtig stark ist aber auch die rechte Angriffsseite mit den beiden letztjährigen Zweitligaspielern um Johan Andersson (113 Tore) im Rückraum und Ronny Göhl (93 Tore) auf der Außenposition. Dennoch gelang es den Bayreuthern im überaus spannenden Hinspiel, mit dem Treffer zum 29:29 in letzter Sekunde einen Punkt aus Coburg zu entführen. Daran konnten auch die eindrucksvollen zehn Treffer von Linkshänder Johan Andersson letztlich nichts ändern.

Marius Hümpfer fällt mit Handbruch aus

Ob diese Leistung im letzten Heimspiel der Saison zu wiederholen ist, bleibt jedoch fraglich. Nach der Verletzung von Rechtsaußen Paul Saborowski (Kahnbeinbruch) fällt nun nämlich mit Rückraumspieler Marius Hümpfer (Handbruch) bereits der zweite Leistungsträger bis zum Saisonende aus. „Diese beiden Verletzungen machen es uns natürlich nicht leichter“, sagt Trainer Mathias Bracher, zeigt sich vor seinem Abschiedsspiel aber umgehend auch kämpferisch: „Zuletzt in Friedberg hat Paul auch schon nicht mitgespielt, und Marius wurde mit seiner Erkältung weitgehend geschont. Trotzdem haben wir gewonnen, also warum soll es uns nicht auch gegen Coburg gelingen, die beiden zu ersetzen.“

Nicht bewertet

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