Landesgartenschau: 15 Orte in der Region werden offzielle Außenstellen

„Eine Busverbindung zu den Außenstellen ist nicht machbar“, sagt Mirko Streich, Sprecher des Landesgartenschaubüros. Trotzdem sollen die schätzungsweise 750 000 Besucher einen Eindruck von der Region rund um Bayreuth bekommen. 25 Städte, Gemeinden und Einrichtungen haben sich als Außenstellen der Landesgartenschau beworben, zehn gingen leer aus. Wer einen Bezug zur Markgrafenzeit bieten kann, hatte die besten Chancen.

Regional-Pavillion auf dem Landesgartenschau-Gelände

„Deshalb sind wir wahrscheinlich mit dabei“, sagt Gerhard Schneider, Bürgermeister von Himmelkron. Die Baille-Maille-Allee in der Gemeinde ist eine der Außenstelle im Landkreis Kulmbach. „Ein geschichtsträchtiger Ort“, sagt Schneider. Die Markgrafen ließen im Jahr 1662 das Kloster der Gemeinde zum Jagdschloss umbauen und zeitgleich die Allee anlegen. Die Adligen spazierten unter den Linden und vergnügten sich beim Baille-Maille, einem Spiel ähnlich wie Kricket. 1792 ließen die Preußen die Bäume schließlich abholzen. Fast 200 Jahre vergingen, bis sich ein ein paar engagierte Himmelkroner entschlossen, die Allee wieder zu bepflanzen. Die Besucher, die 2016 zur Landesgartenschau kommen, sollen in Himmelkron etwas über die Geschichte der Linden erfahren.

Die Außenstellen können sich parallel auch in Bayreuth präsentieren. „Wir planen einen Regional-Pavillion auf dem Landesgartenschau-Gelände“, sagt Sprecher Mirko Streich. Der Pavillon soll am nördlichen Eingang stehen. Dort können zum Bespiel Musikgruppen auftreten oder Bilder aufgehängt werden. Ein Flyer und eine eigene Rubrik auf der Internetseite der Landesgartenschau sollen die Besucher auf die Außenstellen hinweisen. Viele Gemeinden hoffen, dass sich die Werbung langfristig auswirkt.

Gemeinden wollen auch Touristen anlocken

Der Hollfelder Geschäftsleiter Günther Bienfang möchte durch die Teilnahme mehr Touristen in die Stadt locken. Dafür putzen die Hollfelder zur Landesgartenschau ihre Terrassengärten ganz besonders heraus. Die Gespräche, wie sich die Stadt 2016 am besten präsentiert sind bereits angelaufen. In Creußen gibt es schon ein umfangreiches Konzept. Darin eingebunden sind das Rathaus, die Stadtpfarrkirche, das Eremitenhäuschen und das Krüge-Museum. Die Besucher sollen das Creußen des Spätmittelalters kennenlernen. Das passt zwar nicht so recht zur Zeit der Markgrafen, hat aber die Kommission begeistert. Deshalb ist die Gemeinde mit dabei, sagt Claudia Lenz vom Landesgartenschau-Büro.

Geld bekommen die Gemeinden für die Teilnahme nicht. Finanzielle Unterstützung gibt es höchstens dann, wenn ein Ort im Rahmen der Städtebauförderung Maßnahmen durchführt, sagt Landesgartenschau-Sprecher Mirko Streich. Alles andere müssen die Gemeinden aus eigener Tasche zahlen.

Info: Außenstellen der Landesgartenschau in der Region: Bad Berneck, Bergbauernhof Grassemann, Himmelkron, Kräuterdorf Nagel, Waldhaus Mehlmeisel. Museum Tüchersfeld, Hollfeld, Pottenstein, Creußen, Felsengarten Sanspareil, Neudrossenfeld und das Schloss Fantaisie mit seinem Gartenkunst-Museum. Außenstellen im Stadtgebiet: Eremitage, Hofgarten, Ökologisch-Botanischer Garten der Universität Bayreuth.

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