Land unter in Pegnitz

Es war kein Platzregen mehr, der sich über die Region ergoss, das waren schon sintflutartige Niederschläge. Aus der Amag-Hilpert-Straße in Pegnitz wurde gemeldet, dass eine Schlammlawine, die vom Hang herunter kam, einen Garten komplett verwüstete.

„Das war noch brutaler als am Samstag“, meinte ein Anlieger. Weiter in Richtung Stadtmitte brauchte man in der Bahnhofstraße kurzzeitig ein Schlauchboot, um sich vorwärts zu bewegen. Vom Asphalt war nichts mehr zu sehen. 

Ähnliche Zustände herrschten auf der Bundestraße 2 vor dem China-Restaurant und der Eisdiele. Hier und in anderen Bereichen beruhigte sich die Lage nach dem Abflauen des Gewitters wieder. Schlimmer ist die Situation bei manchen Hausbewohnern vor allem in der Siedlung.  Im Bereich Ganghoferstraße liefen, wie bereits beim Wolkenbruch am Samstagnachmittag,  einige Keller voll.

Die Pegnitzer Feuerwehr wurde zu etwa 20 Einsätzen im Stadtgebiet gerufen, Martinshörner waren eine Zeit lang überall zu hören. 

Zugverkehr rollt wieder an

Der Zugverkehr wurde nördlich von Pegnitz auf der Strecke zwischen Schnabelwaid und Kirchenlaibach wegen unter- und überspülter Gleise gestoppt. Die Züge aus Nürnberg mussten am Pegnitzer Bahnhof einen Nothalt einlegen. Die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein, denn die Straße nach Kirchenlaibach war und ist noch passierbar.

Wie die Bahn am Abend mitteilte, ist der Zugverkehr inzwischen wieder auf einem Gleis möglich. Es kommt allerdings durch die Eingleisigkeit noch zu Verspätungen.

Auch in der Fränkischen Schweiz goss es wie aus Kübeln. Zum jetzigen Zeitpunkt ist ein Einsatz der Pottensteiner Feuerwehr bekannt, die einen vollgelaufenen Keller in Siegmannsbrunn auspumpen musste.

Gregori abgesagt

Am Dienstag hätte in Pegnitz das Gregori-Fest für die Schulkinder stattfinden sollen. Angesichts der Regenfälle und der Wettervoraussagen wurde das Fest von der Stadt nun abgesagt. Ausweichtermin sei der 19. Juni.

Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Menschen in Mittel- und Unterfranken vor extremem Gewitter der vierthöchsten Stufe gewarnt. Damit können Hagel, extrem heftiger Starkregen oder extreme Orkanböen einhergehen. Auch am Dienstag sei die Gefahr von schweren Gewittern im Süden Deutschlands noch nicht gebannt, hieß es.

Mit dem Abzug der Gewitterfronten kommt nun auch die Abkühlung. Dabei soll es dem DWD zufolge aber immerhin trocken bleiben. Es werden in den kommenden Tagen Temperaturen um die 20 Grad Celsius erwartet.

Mit Material von dpa

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