Kurhausprozess: Einigung in Reichweite

Die Kommune hatte 2010 ihren Mieter verklagt auf Zahlung von ausstehender Miete und Nebenkosten, es geht um einen mittleren fünfstelligen Betrag. Die nun ausgehandelte Einigung sichert der Kommune in etwa drei Viertel ihrer Ansprüche von den Mietern. Auch die Versicherung des Architekten würde nochmal 10.000 Euro beisteuern für die Gewissheit, in Zukunft keinen weiteren Forderungen mehr ausgesetzt zu sein.

Dem Gerichtsstreit vorangegangen war jahrelanger Streit wegen Baumängeln im obersten Geschoss des vor gut zehn Jahren generalsanierten  Kurhauses. Die Betreiber der Physiotherapiepraxis hatten jahrelang unter anderem mit Zugluft aus Steckdosen und massivem Schimmelbefall vor allem im Berich der Fenster zu kämpfen. Ein Gutachter hatte Mängel in der Planung, Bauüberwachung und Ausführung attestiert.

Die Versicherung des Architekten bezahlte eine Behebung der Mängel die 2008 geschah. Seither wurde darum gestritten, in welchem Umfang der Physiotherapiepraxis Schadensersatz zusteht, beziehungsweise wieviel der einbehaltenen Miete und Nebenkosten damit verrechnet werden können. Beide Parteien haben nun Bedenkzeit, ob sie den vor Gericht formulierten Einigungsvorschlag annehmen wollen.

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