Kommentar: Frieden kaufen

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Kommentare

Die Stadt braucht derzeit jedes Geld, um die Fehler der Vergangenheit beheben zu können. Dafür geht sie "über Leichen", denn die Gesundheit und die Wohnqualität der Bewohner ist ihr förmlich völlig egal.
Dass die Anwohner gutes Geld (einen sechsstelligen Betrag) aufwenden, um Baumaßnahmen zu unterbinden, findet man wirklich nirgends. Mir ist jedenfalls solches nicht bekannt.
Sollte die Stadt das Geld des Bauträgers evtl. lieber nehmen, wäre sicher, dass der Stadtrat nur den Mammon sieht. Das Wohl der Bürger, hier speziell der Anwohner ist ihm dann egal. Leider steht derzeit keine Wahl an. Doch der Bürger ist nicht so dumm, alles Schanddaten des Stadtrates zu vergessen.
Sollte die Stadt dennoch an
Wie geht es nach "Sollte die Stadt dennoch an ..." weiter?
Verehrter Herr Waha, vielen Dank für Ihre Worte und dass Sie sich des Themas annehmen, das aktuell die Bewohner des unteren Eichendorffrings am meisten beschäftigt und stark belastet! Ein einziges Wort Ihres Kommentars würde ich allerdings gern gegen ein anderes austauschen. Dass Bayreuther Bürger sich Ruhe und Frieden kaufen wollen, trifft es nicht genau. Viel schlimmer ist, dass die Anwohner sich Grünflächen mit langjährig gewachsenem Baumbestand (und spielenden Kindern), die ohnehin knappen Parkplätze, helle Räume, Balkone und Terrassen, die vor allem zu den Wohnungen der unteren Etagen gehören und einen zumindest nicht noch weiter ansteigenden Geräuschpegel, der durch die stark befahrene Straße auf der anderen Seite der Wohnanlage zur Uni ohnehin hoch genug ist, erkaufen MÜSSEN. Das Schlimme ist: Menschen in Bayreuth MÜSSEN sich hier Ruhe, Frieden und Lebensqualität erkaufen, weil die Stadt Bayreuth ihnen all das freiwillig nicht lassen will. Pecunia non olet? Ich meine, doch!
Also so einfach ist die Sache nicht!!!
Eine Verdichtung einer Wohnbebauung kommt allen Bürgern gleich zu Gute. Die Gründe dafür brauche ich wohl nicht zu nennen.
Der Flächenfraß in Bayern nimmt immer größere Ausmaße an. Wie soll denn das längerfristig weitergehen. Wenn diese Gras-Grünfläche, die ja so biologisch wenig wertvoll ist, in naturnahes Grünland umgestaltet werden würde, hätte das Ganze ja auch einen Nutzen. Ist das so vorgesehen?
Da sollten Obst- und Gemüsebeete nach dem Motto "Essbare Stadt" angelegt werden!
"Der Flächenfraß in Bayern nimmt immer größere Ausmaße an. Wie soll denn das längerfristig weitergehen."

In der Tat sehe ich das genauso. Als überzeugter Umwelt- und Heimatschützer muss man sich natürlich fragen, warum wir andauernd neuen Wohnraum benötigen. Würde Deutschland endlich die Grenzen schließen, würden nicht mehr so viele Menschen zu uns strömen, die Wohnraum benötigen. Das ist meines Erachtens die Hauptaufgabe unseres Staates, um Umwelt und Natur langfristig zu schützen, auch und vor allem für zukünftige Generationen.
"Die Kölner Immobilienforscher stehen mit ihrer Einschätzung nicht alleine da: «Wir haben ein Stadt-Land-Gefälle in der Bautätigkeit», sagte Stephan Kippes, Marktforschungsleiter beim Immobilienverband Deutschland Süd in München. «In der Summe hätten wir eigentlich genug Wohnraum in Deutschland - wenn er an der richtigen Stelle wäre.» Nach einer 2016 veröffentlichten Schätzung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung stehen in ländlichen Regionen Deutschlands fast zwei Millionen Wohnungen leer."

dpa von heute.
"Als überzeugter Umwelt- und Heimatschützer muss man sich natürlich fragen, warum wir andauernd neuen Wohnraum benötigen.

· Weil in Deutschland die Größe des Wohnraums (qm/Person) seit Jahren steigt. In Bayern z.B. von 39 auf fast 50 qm pro Person seit 1995.
· Weil es immer mehr Singles gibt.
· Weil es immer mehr Studenten gibt.
· Weil immer mehr Menschen in Städten wohnen, während ganze Landstriche (mit viel Wohnraum aber wenig Arbeitsplätzen) fast menschenleer sind.

"Würde Deutschland endlich die Grenzen schließen, würden nicht mehr so viele Menschen zu uns strömen, die Wohnraum benötigen"

Flüchtlinge, die größtenteils in Containern und Häusern wohnen, die bereits vorhanden und für kaum einen Deutschen mehr zumutbar sind, sind schuld am "Flächenfraß"?!
Meinen Sie das tatsächlich ernst oder wollten Sie in Ihrem Beitrag nur noch ein bisschen Hetze unterbringen?
Doch Uwart, genau so einfach ist die Sache! Denn würden Sie selbst in der Wohnanlage im Eichendorffring wohnen, würden Ihre Kinder, Enkelkinder oder Ihr Hund nicht mehr draußen auf der Wiese spielen können, würden Sie dort einen Parkplatz für Ihr Auto suchen, aber keinen finden, würden die Räume in Ihrer Wohnung dunkel sein und Sie hätten einen ausschließlich beschatteten Balkon oder eine Terrasse ohne Sonnenlichteinstrahlung in Folge eines Ihnen vor die Nase gesetzten, mehrstöckigen Gebäudes, würde Ihr Schlafzimmer auf der andere Seite mit der stark befahrenen Straße liegen und würde Ihnen über längere Zeit hinweg erheblicher Baulärm ins Haus stehen, würden Sie die Sache mit der Verdichtung der Wohnbebauung und dem Nutzen, der Ihrer Meinung nach ALLEN Bürgern zugute kommt, ganz sicher anders sehen. Naturnahes Grünland? Warum nicht! Es gibt schlechtere Lösungen - zum Beispiel die mit dem Bauträger.
Wenn ich in der Stadt wohne, kann ich nicht die Ansprüche auf ein Landleben stellen. Andererseits könnte das Umfeld, wenn es dann im Privatbesitz ist, endlich als naturbelassene Spielfläche für Kinder benutzt werden. Aber dann stört ja der Lärm.
In vielen Dörfern gibt es Leerstände von Einfamilienhäusern, die recht billig zu haben sind. Warum nicht dort einziehen?
Landleben? Dass ich nicht lache! Spielfläche für Kinder? Unbedingt! Lärm von Kindern stört nicht, ganz im Gegenteil. Wie ich bereits schilderte, ist der Geräuschpegel auf ganz andere Lärmquellen zurückzuführen. Aufs Dorf ziehen, um sich Ruhe und Frieden zu erhalten? Befänden sich diese Grünflächen in der Rotkreuzstraße, der Quellhöfe, der Wichern-, Bodelschwingh- oder Friedensstraße, wo einflussreichere und vor allem finanzstärkere Personen dieser Stadt ihr Domizil haben, käme kein Mensch auf die Idee, dort gegen den Willen der Anwohner vierstöckige Mehrfamilienhäuser zu bauen. Das traut man sich in Bayreuth vor allem dort, wo die Lobby und der Einfluss auf öffentliche Entscheidungsträger gering sind. Die Menschen im unteren Eichendorffring sind zwar nicht reich, deshalb aber noch längst nicht dumm. Weshalb sie auch überhaupt nicht daran denken, Uwarts Rat zu folgen und aufs Dorf zu ziehen, wo die Häuser so billig zu haben sind. Das wird ja immer schöner: Nicht schlimm genug, dass man sich innerhalb der Stadt Bayreuth Ruhe und Frieden erkaufen muss. Die Störenfriede aus dem Eichendorffring sollen am besten ihre Wohnungen verlassen und raus aufs Dorf ziehen anstatt Widerstand zu leisten. Nichts da! Lassen Sie die Kirche im Dorf, Uwart! Beziehungsweise ziehen Sie doch selbst hin, wenn's Ihnen dort so gut gefällt!
Offensichtlich habe ich in ein "Wespennest gestochen". Das tut mir leid, da ich nicht zu den Betroffenen gehöre. Ich habe nur darauf hinweisen wollen, dass eine Wohnverdichtung in Innenstädten gesamtgesellschaftlich sinnvoll sein kann. Natürlich muss dazu jeder Einzelfall überprüft werden. Ob man sich durch den Kauf der Flächen wirklich Ruhe und Frieden erkaufen kann? Eine positive nachbarschaftliche Beziehungsarbeit ist wahrscheinlich wirkungsvoller.
Da Sie hier offensichtlich eine wenig streitbare Mindermeinung vertreten, müssen Sie sich die Kommentare Ihrer Mitleser schon gefallen lassen. Ihre Beiträge schreien förmlich nach Aufklärung, daher nehme ich mir gern die Zeit: 1. Der Widerstand der Anwohner und Eigentümer ist ja gerade Resultat der von Ihnen beschworenen "positiven nachbarschaftlichen Beziehungsarbeit". Hier sind wir also ausnahmsweise d'accord. Innerhalb der ersten zwei Wochen nach Bekanntwerden der Causa konnten in der Nachbarschaft ca. 300 Unterschriften gegen eine Nachverdichtung gesammelt werden und es hat sich eine beachtliche Initiative formiert. 2. Geht es bei der geplanten Nachverdichtung tatsächlich um "gesellschaftlich notwendige" oder "wünschenswerte" Bebauungen? Was das genau ist können Sie mir vielleicht erklären, denn ich maße mir nicht an zu wissen, was gesamtgesellschaftlich wünschenswert(er) ist. Wie kommen Sie zu dem Schluss, dass der potentielle Vorteil einiger Weniger (Projektentwickler, Investoren, wenige Neumieter), gegenüber dem Status quo zwangsläufig mit gesellschaftlichen Vorteilen verbunden sein muss? Was für mich jedoch sonnenklar ist: Die Wohnungsnot in Bayreuth bekämpft man nicht mit Investorenbuden im Luxussegment. Die Kohle für die Filetstücke am Eichendorffring muss nämlich auch wieder hereingespielt werden. Konservativ geschätzt dürfte die Kaltmiete pro Quadratmeter im Endeffekt bei gut 14 Euro liegen. Für welche Familie, die heute keine Wohnung in Bayreuth bekommt, nähme das denn Ihrer Meinung nach Druck aus dem Kessel? Nach allem was man aus den Fraktionen erfährt, geht es dem Stadtrat nicht um das Vorantreiben sozialen Wohnungsbaus sondern darum, "reifes" Tafelsilber flüssig zu machen (Sichtworte: Prestigeprojekt Stadthalle, Bayreuther Schuldesaster etc. etc.). Wieso sollen Bürger - die nebenbei gesagt selbst ein nicht unerhebliches Gegenangebot zum Erhalt des quasi "öffentlichen Gutes Grünanlage" vorgelegt haben - für die Unfähigkeit der Lokalpolitik bluten? 3. Beim Thema Flächenfraß lehnen Sie sich schon weit aus dem Fenster. Denn die vermeintliche "Gras-Grünfläche" ist mit Sicherheit "biologisch wertvoller" als die meisten am Stadtrand liegenden Wiesen und von der landwirtschaft über Jahre totgeackerten Feldbrachen, welche als Umweltverträgliches Bauland noch eher in Frage kämen (abgesehen von der Frage, ob es tatsächlich weiteres Bauland in BT braucht -> s. 2.). Als die betroffene Wohnanlage gebaut wurde, gab es die Universitätsstraße noch nicht. Laut Regierung von Oberfranken war die Anlage schon damals mit stadtplanerischem Sachverstand als Gesamtensemble als Nachverdichtung gedacht und planerisch sinnvoll umgesetzt (-> Wechsel Haus/ grün). Es handelt sich bei der Anlage um ein über Jahrzehnte [sic!] gewachsenes, naturnahes, parkähnliches Kleinod. Seltene Vogelarten, Fledermausarten und Feldhasen sind hier Dauergäste. Als Spielfläche für Kinder stehen die Flächen ohnehin zur Verfügung. Sie sind weder eingezäunt, noch werden Kinder die dort spielen verscheucht. Dass Sie Ihre eigenen "Argumente" nur in eine Wirkrichtung gelten lassen, entbehrt übrigens nicht einer gewissen Komik. Was ich Ihnen zugutehalte ist ihre Einsicht "Natürlich muss dazu jeder Einzelfall überprüft werden", denn wer sich im vorliegenden Fall auf genau das einlässt, muss zwangsläufig zu einer Entscheidung "pro Grünanlage" kommen. Ich könnte ewig so weitermachen. Worauf es mir im Kern ankommt ist, dass die Leser hier im Forum nicht dem Trugschluss erliegen, dass wer viel redet/ schreibt ("Uwart") auch viel zu sagen oder sogar recht hat.
Herzlichen Dank, EkelAlfred, für diesen sehr treffenden Kommentar!
Theorie und Praxis sind manchmal weit voneinander entfernt, Herr Uwart. Ein noch positiveres Beispiel für "nachbarschaftliche Beziehungsarbeit", wie Sie das nennen, sucht in ganz Bayreuth seinesgleichen. Was die Anwohnerinitiative und deren Sprecher innerhalb kürzester Zeit so alles auf die Beine gestellt haben: wedder nei (= alle Achtung)!
Eine Rückfrage. Haben alle Nachbarn mitgemacht? Oder nur die Selbstnutzer?
Ich hätte gerne gewusst, wie diese Fläche später genutzt wird und wer das dann regelt.
Zitat von @Ekel Alfred:
"Worauf es mir im Kern ankommt ist, dass die Leser hier im Forum nicht dem Trugschluss erliegen, dass wer viel redet/ schreibt ("Uwart") auch viel zu sagen oder sogar recht hat."

Ein wahres Wort welches auch für "Kiepfer" ohne Wenn und Aber anzuwenden wäre!
Zu fast jedem Thema seinen Senf dazugeben zu müssen nimmt bei den beiden Zitierten schon "krankhafte" Züge an...
Komisch, wer viel zu sagen hat ist im Unrecht. Wer kann mir das bitte näher erläutern. "EkelAlfred" hat sehr viel zu sagen gehabt. Ist er damit im Unrecht?
Um des lieben Friedens Willen: Ich hoffe, wenn es Euch engagierten Bürgern gelingt, diese Fläche zu kaufen, dann bitte nicht nur als pflegeleichte Abstandsfläche sondern als ökologisch wertvolle Naturfläche gestalten.
Ein Rasen ist auf keinem Fall eine ökologische Lunge.
@ EkelAlfred: Gut gebrüllt, Löwe!
@EkelAlfred: gut gebrüllt, Löwe!
Uwart, was haben Sie als bekennender Nicht-Betroffener und folglich Nicht-Anwohner eigentlich für ein Problem? Sie scheinen offensichtlich genau zu wissen, was für die Sehr-wohl-Betroffenen das Beste ist. Wie war das noch mit dem Nutzen für alle Bürger? Mein Vorschlag: Lassen Sie doch die Betroffenen selbst darüber entscheiden, wie die Grünflächen genutzt werden und wer das regeln wird. In der Vergangenheit hat das tadellos funktioniert, weshalb ich zuversichtlich bin, dass es auch in Zukunft so bleiben wird. Ja, EkelAlfred hatte wirklich viel zu sagen. Und wissen Sie was? Dieser Mann ist nicht im Unrecht. Seine vielen Worte sind inhaltlich völlig korrekt, er hat sich die Mühe gemacht, ein wenig weiter auszuholen. Einige seiner auf die Tastatur gebrachten Gedanken hatte auch ich, nur habe ich gezögert, die Fakten so drastisch zum Ausdruck zu bringen. Und wissen Sie was? Dieser Mann ist mutig, engagiert, bestens informiert und im Gegensatz zu anderen, die sich hier auslassen, absolut im Recht.
Warum diese Aufregung?
Uwart hat aus meiner Sicht einige ganz vernünftige Anmerkungen gemacht und durchaus nachvollziehbare Fragen gestellt.



Warum billigen Sie mir als Vertreter der Gemeinschaft aller Bürger nicht auch die Beschreibung "mutig, engagiert" zu? Wenn man sieht, wie ich unsachlich und persönlich angegangen werde, wäre es vielleicht angebracht.
Wurde eigentlich schon meine Rückfrage beantwortet, ob alle, sowohl die Eigentümer oder Selbstnutzer als auch die Mieter mit daran beteiligt werden, wie diese Abstandsflächen in Zukunft genutzt werden?
Vielleicht nach dem Muster der Siedlung Vauban in Freiburg. Das fände ich mutig.
"Vertreter der Gemeinschaft aller Bürger"

Oje... ojeoje... man kann sich selbst auch wichtiger nehmen, als man wirklich ist.
@Uwart: Haben Sie meinen Beitrag gelesen? Unsachlich? Persönlich? Mir scheint, Sie können einfach Widerrede im Allgemeinen und die Entlarvung Ihrer Scheinargumente im Speziellen nicht verknusen. Dann beleidigt zu spielen ist einem erwachsenen verbalen Schlagabtausch unwürdig. Auch wenn der Ton etwas rauer wird. Ich will es aber - um guten Willen zu zeigen - nochmal versuchen, Ihre Fragen zu beantworten: Die Anwohnerinitiative (Bürger aus der Wohnanlage, Mieter, Eigentümer, Nachbarn, Anlieger der angrenzenden Straßenzüge) hat mit großem Engagement und guten Argumenten versucht, den Stadtrat zu überzeugen, von einem Verkauf der Grundstücke an Investoren abzusehen. Dies sollte durch die Berichterstattung im Kurier, auf Mainwelle und über Aushänge und Mundpropaganda weithin bekannt geworden sein. All diejenigen die wollten, waren und sind herzlich eingeladen sich an diesem Prozess zu beteiligen. Hinter dem Kachelofen wird allerdings niemand gewaltsam hervorgezerrt. Nachher aus dem Elfenbeinturm allen engagierten Mitbürgern auf den Kopf zu spucken, indem man ihnen implizit vorwirft, sie würden an ihren Nachbarn vorbei Partikularinteressen verfolgen, ist nebenbei gesagt eine unfassbare Sauerei. Sei's drum. Vielleicht wissen Sie es einfach nicht besser. Nächster Punkt: Der Stadtrat war nicht einsichtig, darum hat man nach Lösungsansätzen gesucht. Im Resultat hat die Eigentümergemeinschaft der Wohnanlage, zu der die Grünflächen übrigens einst bereits gehörten [sic!], beschlossen, der Stadt einen sechsstelligen Betrag für den Kauf der Grünflächen anzubieten. Die SPD machte es durch einen Antrag im Stadtrat möglich. Das Nutzungskonzept sieht übrigens vor, dass alles genauso bleibt wie es ist und eine wirtschaftliche Nutzung der Grünflächen ein für alle Mal ausgeschlossen wird. Nochmal zum mitmeißeln: Eine private Eigentümergemeinschaft möchte Grünflächen kaufen und verpflichtet sich altruistischerweise dazu, sie für einen Ortsteil zu erhalten. Als Puffer zur Unistraße, als Ausgleichsfläche zwischen bereits hochverdichteten Wohnhäusern, um eine weitere Verschärfung der Parkplatzsituation zu vermeiden etc. etc. Da braucht es keine komplexen Ideen für eine Veränderung des Gesamtensembles. Es handelt sich bereits um wertvolle Ausgleichsflächen und die sollen bleiben um die Lebensqualität der Anwohner und der gesamten Nachbarschaft zu erhalten. Dictum factum! Dass das der Politik nicht schmeckt und jetzt seitens des Stadtrates eine Verzögerungstaktik gefahren wird, ist verständlich. Wer hätte schon damit gerechnet, dass der bis dahin belächelte Haufen so etwas auf die Beine stellt. Das war man "da oben" nicht gewohnt. Stellen Sie sich mal vor, es kämen mehr Bürger auf die Idee, dass Zusammenhalt und Solidarität, Engagement für das Gemeinwohl und Widerstand gegen scheinbar bereits getroffene Entscheidungen sich lohnen können. Das wäre für die Umverteilungsrepublik eine mittlere Katastrophe. Wo kämen wir denn da hin, wenn sich der kleine Mann in Zukunft regelmäßig in die Geschicke der oberen Zehntausend einmischt und die Wohlstandsverteilung von unten nach oben zu hinterfragen oder gar abzulehnen beginnt. P.S.: Vauban in Freiburg als Vorbild können Sie vergessen. Es geht hier wie gesagt darum grüne Ausgleichsflächen zu erhalten und nicht, einen neuen Stadtteil vom Reißbrett aus hochzuziehen.
@EkelAlfred, ich habe nie behauptet, dass Ihr Beitrag unsachlich oder persönlich ist. Es wird Ihnen doch aufgefallen sein, dass Sie nicht alleine hier schreiben. Weil Sie recht empfindlich reagieren, möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich Ihre überlangen Rechtfertigungen so nicht als Forumsbeitrag akzeptiere. Mir ging es, um es nochmals zu sagen, grundsätzlich um die Notwendigkeit von Nachverdichtungen von vorhandener Bebauung, um dem in Bayern überdurchschnittlichen Flächenfraß entgegen zu arbeiten.
Und als zweites, ja ein Rasen mit ein paar Bäumen sind grün, aber keine wertvollen Flächen, eher ökologisch nahezu wirkungslos. Es ist halt eine Abstandsfläche, um vom Nachbarn einen möglichst weiten Abstand zu haben. Sie überlegen sich halt eine Lösung, um ihr spezielles Problem vor Ort zu lösen, ich denke viel mehr an Konzepte, die vorallem dem Allgemeinwohl dienen. Lassen Sie halt auch diese Meinung gelten. Es ist sicher keine "Sauerei".
So wie Sie die politische Entwicklung beschreiben, kann ich gut verstehen, dass Sie sich in eine Ecke getrieben fühlen. Aber Politiker haben eben auch noch übergeordnete Sachverhalte abzuwägen, für die sie auch gewählt wurden.
Meine Hoffnung ist immer noch, dass die Stadt Bayreuth solche Abstandsflächen ökologisch wertvoller macht. Dafür gibt es schon anderorts gute Konzepte. Was ihre Eigentümer daraus machen wollen, habe ich bisher noch nicht erfahren können. Ich gehe davon aus, dass dabei die Ökologie und das Stadtklima eher eine untergeordnete Rolle spielt. Ich finde, eine Nachverdichtung müsste nicht unbedingt sein. Aber eine neues, ökologisches Konzept für mehr Naturraum könnte dann nicht mehr verwirklicht werden, wenn diese Flächen einmal im Privatbesitz sind. Übrigens Vauban ist von ganz klein als Bürgerinitiative gewachsen, bis später die Stadt Freiburg mitmachte und das neue Konzept im Großen verwirklichte. Mir ging es nur um diese Idee einer naturnahen Stadt.
Ich freue mich über Ihre fürsorglichen Gedanken, aber seien Sie versichert, mir geht's gut. Keinerlei Gefühl von Verletztheit oder "in eine Ecke gedrängt". Ich bin eher der Macher, der Sachen in die Hand nimmt, als im Nachhinein anonym schlaue Tipps und Kommentare zum Besten zu geben, wie man es hätte besser oder anders machen können. Grundsätzlich freue ich mich jedoch schon, dass Sie meine ausführlichen Beiträge dazu bewegt haben, zumindest einen Argumentationsversuch zu starten. Das zeigt, dass Sie erst jetzt beginnen, sich mit der Materie tiefer beschäftigen zu wollen. Obgleich es dafür etwas spät ist. Normalerweise gilt: Erst denken und durchdringen, dann kommentieren. Mögen die anderen Foristi über die Qualität Ihrer Beiträge entscheiden. Ich klinke mich an dieser Stelle aus.
So ist es! Erst denken, dann kommentieren.
Man kann nur hoffen, dass Uwart aus seinem Fehler für die Zukunft entsprechende Lehren zieht und daraus lernt.
Wenn Sie tatsächlich der Meinung sind, dass Uwart keine Ahnung hat... wie wär’s, wenn Sie seine (durchaus berechtigten) Fragen beantworten würden?

Das würde die Diskussion (auf die Sie offensichtlich nicht so viel Lust haben) deutlich vereinfachen.


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