Knappe Niederlage und klarer Sieg für Medi

Die Bayreuther Startformation mit Robinson, York, Linhart, Brooks und Marei fand dabei zunächst nur schwer ins Spiel. Es dauerte bis zur dritten Minute, bevor Linhart den ersten Feldkorb zum 3:7 erzielte. Doch auch danach lief das Bayreuther Spiel nicht rund, und das erste Viertel ging mit 21:14 klar an die Weißrussen. Steve Wachalski eröffnete den zweiten Spielabschnitt mit einem Dreipunktspiel, wenig später sorgte Kapitän Bastian Doreth von der Dreierlinie für den ersten Führungswechsel (24:23/14.).

Mit Zonenverteidigung, deutlich verbesserter Reboundarbeit und gesteigerter Präzision in der Offensive konnten die Bayreuther ihren Vorsprung bis zur Pause ausbauen. Der Widerstand der Weißrussen war damit bereits gebrochen, und Medi zog nach dem Seitenwechsel stetig weiter davon. Nach 30 Minuten war die Partie beim Stand von 59:39 entschieden.

Medi Bayreuth: ROBINSON (4 Punkte / 20:47 Min. Einsatzzeit), Cox (10 / 18:47), LINHART (6 / 22:21), Doreth (15 / 22:43), Seiferth (4 / 19:29), Wachalski (10 / 18:02), Amaize (3 / 11:45), Perschnick (0 / 2:30),BROOKS (2 / 15:55), YORK (18 / 26:59), MAREI (8 / 20:31); Feldwurfquote: 27/68 (40 Prozent), davon 12/30 Dreier (40 Prozent): Doreth (4/6), York (4/11), Cox (2/3), Wachalski (1/3), Amaize (1/3); Freiwürfe: 14/20 (70 Prozent); Rebounds: 29 defensiv, 12 offensiv (Marei 9/4).

Schwache fünf Minuten entscheidend

Am Vortag waren die Bayreuther an ihrem künftigen Champions-League-Gruppengegner AEK Athen letztlich nur recht knapp gescheitert. In der über weite Strecken ausgeglichenen Partie gaben die letzten fünf Minuten des dritten Viertels den Ausschlag, denn da gerieten die Bayreuther durch eine 2:17-Serie nach dem 51:51-Zwischenstand mit 53:68 ins Hintertreffen. In dieser Phase fanden sie nicht mehr die spielerischen Mittel für die guten Möglichkeiten auf den großen Positionen, die Andreas Seiferth und De’Mon Brooks in der ersten Halbzeit zu je zehn Punkten verwertet hatten, und die Versuche von außen brachten nichts ein. Unter dem Korb hätten die Bayreuther noch mehr ausrichten können, wenn Assem Marei ein größerer Faktor gewesen wäre. Der Ägypter schied jedoch nach einer Einsatzzeit von nur 6:15 Minuten mit fünf Fouls aus.

An dem Rückstand von 15 Punkten nach 30 Minuten änderte sich im letzten Abschnitt lange Zeit nichts Grundlegendes. Als James Robinson per Dreier auf 76:85 verkürzte, waren schon nur noch genau zwei Minuten zu spielen. Dann gelangen aber Steve Wachalski gleich noch drei weitere Treffer aus der Distanz innerhalb von nur einer Minute. Damit brachte er das Medi-Team auf 85:87 heran und eröffnete damit bei einer Restspielzeit von 28 Sekunden sogar noch eine reelle Chance zur Wende. Nach zwei verwandelten Freiwürfen der Griechen führte der letzte Bayreuther Angriff aber nur noch zu einem Dreier-Versuch von Nate Linhart aus sehr großer Entfernung, der sein Ziel verfehlte.

Trainer Korner nimmt es gelassen

Medi-Trainer Raoul Korner nahm die Niederlage gelassen: „Es war ein enges Spiel, in dem unser schlechtes drittes Viertel entscheidend war. Bei AEK fehlte der eine oder andere Spieler, und wir spielten zum ersten Mal in dieser Aufstellung. Daher sagt dieses Spiel nicht viel über die Zukunft beider Mannschaften aus. Beide werden aber sicher gut vorbereitet in die Champions League gehen.“

Medi Bayreuth: ROBINSON (5 Punkte / 20:44 Min. Einsatzzeit), Cox (4 / 15:07), LINHART (10 / 28:16), Doreth (5 / 19:16), Seiferth (12 / 26:39), Wachalski (16 /21:15), Amaize (7 / 16:56), Perschnick, BROOKS (18 / 25:51), YORK (4 / 19:41), Adler, MAREI (4 / 6:15); Feldwurfquote: 31/64 (48 Prozent), davon 9/23 Dreier (39 Prozent): Wachalski (4/6), Brooks (2/4), Amaize (1/1), Robinson (1/2); Freiwürfe: 14/17 (82 Prozent); Rebounds: 18 defensiv, 11 offensiv (Seiferth 5/2).

Info: Im Endspiel siegte AEK Athen mit 98:91 gegen Gastgeber Spirou Charleroi, der gegen Tsmoki Minsk mit 100:81 gewonnen hatte.

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06