Klinikum: Startschuss für Millionenprojekt

Im Zuge der Baumaßnahme sollen zum einen hochmoderne Pflegestationen auf vier Ebenen entstehen. Gesundheitsministerin Melanie Huml unterstrich: „Künftig wird es am Klinikum Kulmbach nur noch Ein- und Zweibett-Zimmer geben. Außerdem können in ausreichender Anzahl Isolierzimmer und behindertengerecht ausgestattete Patientenzimmer geschaffen werden. Mit der Maßnahme können auch die im Jahr 2015 anerkannten 30 zusätzlichen Betten umgesetzt werden, so dass das Klinikum künftig über insgesamt 480 Betten verfügen wird. Auch dies ist ein Resultat des außerordentlichen Zuspruchs, den das Klinikum in der Bevölkerung genießt.“

Architektonisches Zeichen

Neben den Pflegestationen wird im Erdgeschoss ein Behandlungszentrum für einbestellte Patienten geschaffen, das eine Funktionseinheit mit den Räumen der Unfallchirurgie bildet. In den darunter liegenden Ebenen wird neben einigen Ergänzungsflächen insbesondere das Zentrallabor neu errichtet. Die Ministerin weiter: „Der dabei entstehende Baukörper wird ein neues architektonisches Zeichen setzen, das im zweiten Schritt durch den geplanten Neubau West seine gestalterische Vollendung findet.“ Das jetzige Konzept ist 2015 auf Anregung des bayerischen Gesundheitsministeriums und der Regierung von Oberfranken zustande gekommen. Der wesentliche Unterschied zur ursprünglichen Planung bestehe darin, dass nun der gesamte Pflegebereich mit einbezogen wurde und die vorhandenen Strukturen in mehrfacher Hinsicht grundlegend verbessert werden, so Huml. Für die medizinische Versorgung der Menschen in der Region sei dieses Bauprojekt ein Meilenstein.“

Rund 46 Millionen Euro wird der Neubau Süd kosten, mit dem der neue Bauabschnitt am Klinikum Kulmbach beginnt. Rund 33,89 Millionen Euro davon kommen aus Mitteln des Freistaats Bayern. Bereits im Spätsommer 2019 soll dieser erste Abschnitt fertiggestellt sein. Danach wird der Interimsbau auf dem Vorplatz des Klinikums, in dem derzeit 90 Patientenbetten untergebracht sind, wieder abgetragen und der Neubau West beginnt.

Bauzeit soll rund acht Jahre betragen

Im dritten Abschnitt geht es dann noch um die Generalsanierung großer Teile des bestehenden Klinikumsgebäudes. Rund acht Jahre soll die Bauzeit betragen, bis die Baumaßnahmen dann vollständig abgeschlossen sind.

Das gewaltige Bauprojekt soll in erster Linie mehr Komfort und kürzere Wege für Patienten wie auch Mitarbeiter ermöglichen. Die lange geplante Umstellung auf den Zweibettzimmerstandard wird nach Abschluss der Baumaßnahmen allen Patienten des Hauses zugutekommen. Und auch sonst wird sich einiges ändern, erklärte Geschäftsführerin Brigitte Angermann: „Im Erdgeschoss wird ein Behandlungszentrum nahe am Haupteingang entstehen. Künftig werden wir nur noch vier statt sechs Bettenebenen haben.“

Zwölf Stationen mit je 36 Betten wird es am Klinikum künftig geben. Einige Funktionsabteilungen, wie die Endoskopie, werden direkt an die zugehörigen Bettenstationen angegliedert. Dies alles mit dem Ziel weniger Transportfahrten und klar strukturierter Wege.

Landrat Klaus Peter Söllner, Vorsitzender des Zweckverbandes Klinikum Kulmbach, sprach unter anderem von einem „großen Tag“: „Der Bau beginnt jetzt endlich. Wir investieren allein im ersten Abschnitt mehr als 46 Millionen Euro.“

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