Klinikum: Parken verboten

Parken am Klinikum in Bayreuth ist kein Vergnügen - weder für Besucher von Patienten noch für die Mitarbeiter. Aus Sicht des Aufsichtsrats und des Zweckverbands braucht es mehr Stellflächen: Doch warum muss das auf die Kosten der Natur gehen?

Die Grünfläche, auf der Autos stehen sollen, und ihre Umgebung wird von vielen Bayreuthern in der Freizeit genutzt. Leute fahren Fahrrad, gehen joggen, spazieren, fahren Schlitten mit den Kindern. Und jetzt soll in dieses Landschaftsschutzgebiet ein acht Meter hohes Parkhaus gepflanzt werden? Statt Ruhe künftig Motorlärm und Türenschlagen? Die Verkehrsbelastung rund um das Klinikum ist bereits hoch, der Rettungshubschrauber fliegt auch nicht lautlos.

Die verträglichste Lösung für Mensch und Umwelt ist ein Parkhaus oder eine Tiefgarage auf der schon vom Klinikum bebauten Seite. Hohe Kosten? Das Klinikum wird doch sowieso gerade für viel Geld erweitert. Ein Parkhaus mehr – was soll der Geiz?

Wenn das Parken künftig kostet, ist das nach einer großen Investition nachvollziehbar. Von den Mitarbeitern aber Geld zu verlangen, selbst wenn es nur 50 Cent sind, geht gar nicht. Wie attraktiv ist denn ein Arbeitgeber, bei dem ich Geld für den Parkplatz zahlen muss? In Zeiten des Pflegenotstands keine feine Geste.

ute.eschenbacher@nordbayerischer-kurier.de

Nicht bewertet

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Kommentare

Das Universitäts-Klinikum wird Platz brauchen.Platz für Parkplätze und Platz für Erweiterungsbauten: Hörsäle, Seminarräume. Von einem Parkhaus ist jetzt keine Rede, es soll ein flächenfressender, grob befestiger Parkplatz auf einem abschüssigen Hang gebaut werden.
Welche Notlösung! Und im Winter erst... Wenn nichts gebaut wird, ist es natürlich am landschaftsschonendsten. Typisch Bayreuth: Es soll alles so bleiben, wie es ist. Das läuft aber nicht! Deshalb lieber jetzt eine nachhaltige und umweltfreundliche Lösung: Ein echtes Parkhaus, aber nicht auf dem alten Parkplatz, der sollte für Mitarbeiter offen bleiben.
Sehe ich ähnlich. Das ist Flickschusterei (kennen wir auch aus der Bundespolitik)
Das Klinikum will weiter wachsen, seiner überregionalen Bedeutung nachkommen und dann sowas. Parkplätze sind ohne Frage mangelware dort oben. Aber statt Nägel mit Köpfen zu machen und ein Vernünftige Parkhaus oder Parkdeck zu bauen womit alle Probleme mit weniger Flächenverbrauch gelöst werden könnten wieder nur Flickschusterei die mit Sicherheit keine Lösung für eine langfristige Zukunft ist.
Montag, 13. November 2017 - 11:06