Klinikum: Der Widerstand formiert sich

Helmut Schilling ist einer von fünf Organisatoren des Treffens. Warum er gegen den Neubau eines Parkplatzes am Kopf des Schlittenhügels „Indianerberg“ ist, erklärt er so: Es gelte, ein Naherholungsgebiet zwischen dem Roten Hügel und Oberpreuschwitz zu erhalten. Ein „beliebtes Rodelparadies“. Und es gelte, sich dem ständig steigenden Flächenverbrauch entgegen zu stellen. Mögliche Alternativen seien nicht ernsthaft geprüft worden, findet Schilling. Deswegen sei er immer noch der Meinung, dass es eine bessere Lösung zur Linderung der Parkplatznot am Klinikum gebe. Nämlich die, auf den vorhandenen Parkplätzen ein Parkdeck obenauf zu setzen. Eine Stahlkonstruktion wie es sie am Parkhaus in der Albrecht-Dürer-Straße gebe, nennt Schilling eine „filigrane Sache“, die die Gegner des Parkplatzneubaus wohl alle befürworten würden.

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Dass die Klinikleitung Kostengründe gegen diesen Plan aufführt, nennt der Oberpreuschwitzer „fadenscheinig“. Immerhin sei ja die Einführung von Parkgebühren geplant, womit sich die Kosten im Laufe der Zeit wieder einspielen ließen. Das Klinikum wiederum argumentiert damit, dass zur Refinanzierung eines Parkdecks aber wesentlich höhere Gebühren fällig würden, oder das Klinikum andernfalls auf Gelder zurückgreifen müsste, die von den Krankenkassen zur Versorgung der Patienten vorgesehen seien.

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Vier von fünf Organisatoren des Treffens am Freitag kommen aus Oberpreuschwitz, nur einer wohnt am Roten Hügel. Warum sich der Widerstand vor allem am oberen Ende der Preuschwitzer Straße formiert? Weil man dort damit rechnet, dass der Bau von 255 neuen Parkplätzen erst der Anfang ist. Dass spätestens dann, wenn das Klinikum zum Medizincampus wird, bis zu 500 Studenten erwartet und die meisten davon eher nicht mit dem Bus anreisen werden. Und dann denkt man in Oberpreuschwitz nicht nur an die Umwelt, sondern auch ein wenig an sich selbst. Würde auf der gegenüberliegenden Straßenseite nämlich ein Parkplatz gebaut, müssten Autos und Fußgänger künftig den bestehenden Radweg nach Oberpreuschwitz kreuzen.

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Vertreter des Klinikums und der Stadt sind zu dem Treffen am Freitag nicht eingeladen. Schilling sagt: „Wir wollen erst einmal schauen, wie viele Leute auf unserer Seite sind und dann mit dem Geschäftsführer des Klinikums und Vertretern der Stadt sprechen.“ Aus dem Klinikum heißt es dazu, man begrüße einen direkten Austausch, bei dem man versuchen werde, für den Bau eines Parkplatzes in der Fläche zu werben. Allerdings bedaure man, dass eine Lösung des Parkplatzproblems damit aber weiter aufgeschoben werde. Das Problem bestehe seit Jahren, die Bettenzahl sei um 150 gestiegen, während die Zahl der Parkplätze gleich geblieben sei und es deshlab nahezu jeden Tag zu Beschwerden käme. Patienten würden das Klinikum nach langer Parkplatzsuche zunehmend schlechter bewerten und Mitarbeiter über Beulen in ihren Autos klagen. Geschäftsführer Joachim Haun sagte im Gespräch mit dem Kurier vergangene Woche: „Jeder Tag, den das so lange dauert, erzeugt hier richtig viel Frust.“

Wo und wann das Treffen stattfindet

Das Treffen findet am Freitag, 6. Oktober, um 19 Uhr in der Gaststätte Preuschwitzer Einkehr in der Preuschwitzer Straße 123, statt.

 

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Kommentare

Nicht eine "Bürgerinitiative" sollte gegruündet werden, sondern gleich ein "Bürgerbegehren". Ist dieses erfolgreich, so kommt es zu einem "Bürgerentscheid". Fällt dieser in der gleichen Richtung aus, so kommt es zu einer Bindung für Stadtrat und -verwaltung an dieses Ergebnis.
Wäre eine bessere Alternative, denn den großen Teil der Stadträte kann man eh vergessen.
Die einzig ware Lösung kann nur ein Parkdeck sein. Ohne zusätzlichen Flächenverbrauch läßt sich selbst mit nur einem zusätzlichen Deck und gleichzeitiger Verbreiterung der bestehenden Plätze trotzdem die Zahl der Stellplätze um mindestens 50% erhöhen.

Das was da geplannt ist ist nur Flickschusterei und schon nach derzeitigen Stand nicht ausreichend, was ist dann in ein paar Jahren wenn auch noch bis zu 500 Medizinstudenten dazu kommen.

Hirn einschalten, Nägel mit Köpfen machen und zukunftsicher bauen!
Montag, 13. November 2017 - 11:06