Klinikparkplatz ist überraschend vom Tisch

Die Zahl der dort im Bau befindlichen Stellplätze entspricht ziemlich genau der Zahl, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite geplant war. Die Fläche an der Palliativstation sollte ursprünglich nur fünf Jahre als Parkplatz dienen und anschließend mit weiteren Klinikgebäuden bebaut werden. Diese Planungen werden jetzt von vorne beginnen. Der Aufsichtsrat hat sich außerdem dafür ausgesprochen, dass die vorhandenen Parkplätze schnellstmöglich, spätestens aber zum April des nächsten Jahres, bewirtschaftet werden. Damit soll verhindert werden, dass Dauerparker Stellplätze blockieren. Dauerparker, die es nach Aussage von Klinik-Chef Joachim Haun aber kaum gebe.

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Kritiker, darunter eine Bürgerinitiative aus Oberpreuschwitz und dem Roten Hügel, aber auch Naturschützer, Verkehrsverbände und ein Meteorologe der Uni Bayreuth hatten kritisiert, dass das Klinikum den Bau eines Parkplatzes auf der grünen Wiese aus rein wirtschaftlichen Gründen dem Bau eines Parkdecks über den vorhandenen Stellflächen vorziehe. Allenvoran die fraktionslose Stadträtin Christa Müller-Feuerstein, sowie die Fraktionen von Grünen und FDP, hatten sich vehement gegen einen Parkplatz nördlich der Preuschwitzer Straße ausgesprochen. Auf Antrag von Müller-Feuerstein sprach zu Beginn der Woche der Mikrometeorologe Christoph Thomas im Bauausschuss der Stadt und warnte vor einem Parkplatz, der kühle Luft, die aus dem Westen in das Stadtzentrum ströme, weiter erwärmen könnte.

Erst vor vier Wochen hatte sich der Bauausschuss der Stadt gegen die Pläne des Klinikums ausgesprochen. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hatte den Punkt daraufhin von der Tagesordnung des Stadtrats gestrichen und zurück in den Aufsichtsrat des Klinikums verwiesen. Mit dessen Empfehlung muss sich im Dezember der Zweckverband, bestehend aus Mitgliedern des Stadtrates und des Kreistages, befassen. Der Zweckverband ist der Eigentümer des Klinikums und müsste die Baukosten für einen neuen Parkplatz bezahlen. Mit einem Widerstand aus dem Landkreis gegen die Empfehlung des Aufsichtsrates ist dann nicht zu rechnen. Aus dem Landratsamt hieß es gestern, man habe einen Konsens gefunden, mit dem alle Seiten leben könnten.

 

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Kommentare

Es ist nichts passiert in den letzten Jahren. Bamberg ist vorbeigezogen. Verschlafen hat Bayreuth und das wichtiste ist die Umbennung der Stadthalle.