Kletterer gehen beim Boulder-Cup an ihre Grenzen

Daniel Hofmann vom Ogranisationsteam hat der Sportlerin eine Weile zugeschaut. "Die Athleten sind echt klasse", sagt er. "Wir sind super zufrieden." Hofmanns Team ist es gelungen, den Boulder-Cup zurück nach Bayreuth zu holen. "Im vergangenen Jahr war er in Leipzig, weil wir hier eine große Veranstaltung hatten." Um die Vergabe des Cup müssen sich die Hochschulen bewerben. Dieses Jahr erhielt Bayreuth wieder den Zuschlag.

Trotz bewölktem Himmel und 15 Grad strömen die Studenten ans Rondell auf dem Campus. Vom Hobby-Sportler bis zum Profi-Kletterer ist alles vertreten. Konkurrenzdenken wirkt fehl am Platz. Die Teilnehmer feuern sich gegenseiteig an, es gibt Applaus und Jubelrufe, wenn es einer bis zum letzten Griff schafft. Wummernde Elektro-Musik begleitet die Kletterer auf ihrem Weg nach oben. Unten sitzen die Zuschauer auf Bierbänken bei Kaffee und Kuchen. "Ich bin echt beeindruckt", sagt Ronja Thoss (21). Selber klettern will sie nicht, auf Nachfrage schüttelt sie nur den Kopf und lacht. Unsportlich sei sie nicht, sagt sie. Aber so hoch hinaus, wie die Kletterer an den Boulder-Wänden, will sie dann doch nicht.

Isabell Haag kann das nicht verstehen. "Für mich ist Klettern alles. Ich mach das schon seit fünf Jahren", sagt sie. Nur wegen der Kletterhallen und der fränkischen Schweiz studiere sie überhaupt in Bayreuth. Auch wenn es ihr erster Boulder-Cup an der Uni ist, hat sie schon "20 oder 30" davon bundesweit gemeistert. Dreimal die Woche traniert sie. "Das macht mir einfach Spaß", sagt sie und schaut auf ihren Teilnehmerzettel. In verschiedenen Farben sind dort bereits die Boulder-Routen abgehakt, die die Studentin schon hinter sich gebracht hat. Vier von 20 hat sie noch vor sich. Sie klatscht in die Hände, Magnesium wirbelt auf. "So weiter geht's", sagt sie und springt auf die Matte. Die nächste Route wartet schon.

Nicht bewertet

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